Warum überhaupt Landschaftspflege?

 

Viele der besonderen Biotope im Landkreis Cham zeichnen sich dadurch aus, dass sie Pflanzen beherbergen, die mit einem "Zuviel" an Stickstoff und anderen Nährstoffen im Boden nicht zurechtkommen. Es handelt sich dabei häufig um sogenannte Magerrasen. Aber auch feuchte Niedermoorbereiche und Nasswiesen können ihre naturschutzfachliche Wertigkeit nur behalten, wenn die Nährstoffe nicht zu viel werden.

Zu den Pflanzen, die dabei schützenswert im Mittelpunkt stehen, gehören unter anderem verschiedene Orchideenarten.

Brand-Knabenkraut (Foto: Dieter Renner)
Brand-Knabenkraut (Foto: Dieter Renner)
Arnika (Foto: Dieter Renner)
Arnika (Foto: Dieter Renner)

Um diesen Standorten Nährstoffe zu entziehen, werden die Biotopflächen gemäht. Auch werden aufkommende Sträucher und Büsche entfernt, damit sie die empfindlichen Pflanzenarten der Offenflächen nicht verdrängen.

 

Das "richtige" Mähen auf den verschiedenen Flächen ist gar nicht so einfach, denn zum einen erreicht man den Nährstoffentzug am besten, indem man relativ früh (ab August) grünes Pflanzenmaterial aus der Fläche entfernt. Auf der anderen Seite muss aber darauf geachtet werden, dass die schützenswerten Pflanzen, wie beispielsweise die Arnika oder verschiedene Orchideenarten, welche auf LBV-Flächen wachsen, schon ihre Samen verteilt haben, damit die nächsten Generationen gesichert sind.

Die Flächen werden deshalb auch nie komplett gemäht. In den ungemähten Bereichen können somit auch Insekten und deren Eier und Raupen ein Refugium finden, um sich zu entwickeln und den Winter zu überstehen.

Heller-Wiesenknopf-Ameisen-Bläuling
(Foto: Dieter Renner)
Heller-Wiesenknopf-Ameisen-Bläuling
(Foto: Dieter Renner)
© Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.
zum Anfang
Mitglied werden
LBV Naturshop
LBV QUICKNAVIGATION