Viele positive Eindrücke und Anregungen wurden mitgenommen

 

 

Zahlreiche Bürgermeister, Kreisräte und Landrat Heinrich Trapp aus dem Landkreis Dingolfing - Landau statteten dem LBV Zentrum am Dienstag einen Besuch ab. Grund dieser Fahrt war, sich Anregungen für eine geplantes Umweltzentrum zu holen. Von den 71 bayerischen Landkreisen hätten 54 eine Umweltstation. Auch im Landkreis Dingolfing-Landau solle nach dem Willen von Landrat Heinrich Trapp eine derartige Bildungseinrichtung entstehen. Sie solle ein Lernort für Kinder, Jugendliche und Erwachsene sein. Dabei solle es einen bestimmten Schwerpunkt geben. Der Landkreis sei dabei, ein Konzept zu entwickeln. Aus diesem Grund machte sich Landrat Trapp, der Bau- und Umweltausschuss, weitere Kreisräte und Bürgermeister des Landkreises Dingolfing Landau auf den Weg nach Nößwartling ins LBV Umweltzentrum "Mensch und Natur", um eines der schönsten Umweltzentren Bayerns zu besichtigen.

 

Landrat Franz Löffler, LBV Kreisvorsitzender Karl-Heinz Schindlatz und LBV Geschäftsstellenleiter Markus Schmidberger hießen die Gäste willkommen.

 

 

LBV-Kreisvorsitzender Karl-Heinz Schindlatz und LBV-Geschäftsstellenleiter Markus Schmidberger (rechts) hießen die Gäste willkommen. - Foto: Peter Hartl
LBV-Kreisvorsitzender Karl-Heinz Schindlatz und LBV-Geschäftsstellenleiter Markus Schmidberger (rechts) hießen die Gäste willkommen. - Foto: Peter Hartl
Landrat Franz Löffler ließ es sich nicht nehmen, seinen Kollegen Landrat Heinrich Trapp nach Nößwartling zu begleiten. - Foto: Peter Hartl
Landrat Franz Löffler ließ es sich nicht nehmen, seinen Kollegen Landrat Heinrich Trapp nach Nößwartling zu begleiten. - Foto: Peter Hartl

 

 

Landrat Löffler zeigte sich erfreut über die interkommunale Zusammenarbeit. Der Landkreis Cham habe sich bei den Gästen ebenfalls bereits die Berufsschule angeschaut und wertvolle Erkenntnisse gewonnen. Kurz ging er auf den Landkreis Cham ein. Der Landkreis Cham sei in der Vergangenheit von der Situation der Grenze zu Tschechien, die über Jahrzehnte geschlossen war, geprägt gewesen. Über viele Jahre mussten zahlreiche Menschen den Landkreis verlassen um Arbeit zu finden. Heute habe man eine Arbeitslosenquote von 1,8 % . Noch nie habe man so viel Arbeitsangebot gehabt wie jetzt. Zahlreiche Unternehmer investieren in allen Bereichen, eine starke industrielle Entwicklung habe es gegeben. Die Leute seien gerne hier im fünftgrößten Landkreis Bayerns. Der LBV sei zudem ein wichtiger Funktionsträger. Gegenseitiger Austausch sei wichtig, aber auch unterschiedliche Meinungen müssten ausdiskutiert werden. Die Umweltbildung würde eine immer größere Rolle spielen. Man müsse sich mit der Natur viel intensiver beschäftigen. Im Landkreis würde diesbezüglich viel unternommen. Dabei verwies er u.a. auf das Projekt "Regentalaue" einem über 1400 ha großen Naturschutzgebiet. Ein Drittel der Fläche würde dem Landkreis gehören. Der Vogelwelt werde hier ein großer Raum gegeben. Auch ein Weideprojekt habe man auf den Weg gebracht. Die sich bietenden Chancen müssten genutzt werden. Bestimmte Dinge der Flurbereinigung der 60-er und 70-er Jahre müssten wieder umgestaltet werden, dabei müsse man aber die Landwirtschaft mit einbeziehen.

 

Landrat Heinrich Trapp bezeichnete den Landkreis Cham als "Leuchtturmlandkreis" von dem man lernen könne. Er bedankte sich für den freundlichen Empfang und die Möglichkeit das Umweltzentrum besichtigen zu können.

 

LBV-Kreisvorsitzender Karl-Heinz Schindlatz betonte, dass auf ehrenamtlichen Schultern alles ruhe. Sehr viele Personen seien mit viel Herzblut dabei. Guter Zusammenhalt sei gegeben. Mit Markus Schmidberger habe man einen perfekten Geschäftsstellenleiter für das Umweltzentrums "Mensch und Natur".

 

 

Landrat Löffler und Landrat Trapp sowie LBV Geschäftsstellenleiter Markus Schmidberger (links) und LBV Kreisvorsitzender Karl-Heinz Schindlatz (2.von links) zusammen mit Kreisräten und Bürgermeistern vor dem Umweltzentrum „Mensch und Natur“. - Foto: Peter Hartl
Landrat Löffler und Landrat Trapp sowie LBV Geschäftsstellenleiter Markus Schmidberger (links) und LBV Kreisvorsitzender Karl-Heinz Schindlatz (2.von links) zusammen mit  Kreisräten und Bürgermeistern vor dem Umweltzentrum „Mensch und Natur“. - Foto: Peter Hartl

 

LBV Geschäftsstellenleiter Markus Schmidberger erklärte die Umweltstation des LBV Zentrums. Im Umkreis gäbe es nur wenig Umweltstationen. Dafür sollten sich die Landkreise mehr einbringen. Der LBV gehe in die Kindergärten und Schulen hinaus um den Naturschutz und die Umweltbildung näher zu bringen. Hier im LBV Zentrum habe man eine "Kleine Insel der Glückseligen". Jede der bayerischen Umweltstationen habe sein eigenes Flair und seinen eigenen Schwerpunkt. Mit viel Engagement werde gearbeitet, eine große Vielfalt geboten. Dabei werden untereinander Anregungen stets ausgetauscht. Der LBV trage sich selbst, wünschenswert wäre, wenn sich der Landkreis auch finanziell einbringen würde.

 

Die Gäste besichtigten u.a. auch den Eisvogelsteig. - Foto: Peter Hartl
Die Gäste besichtigten u.a. auch den Eisvogelsteig. - Foto: Peter Hartl

 

Bei der Umweltbildung versuche man den Schülern beizubringen, bewusster zu leben um Natur und Gewässer zu schützen. Das jeweilige Verhalten wirke sich positiv oder negativ aus. In einer Runde durch das Gelände und durch das Gebäude wolle man den Gästen zeigen wie die Station aufgebaut ist und welche Möglichkeiten man habe. Dabei zeigte er die Vielfalt der Umweltbildung auf. Auf zahlreiche Fragen ging Markus Schmidberger kompetent ein. So kämen Kinder aus Kindergärten, Grund- und Mittelschulen, sonderpädagogischen Einrichtungen bis zum Gymnasium von April bis Ende Oktober ins Zentrum. 15000 bis 20000 Besucher zähle man pro Jahr. Drei Tage in der Woche sei das Zentrum für Schulklassen reserviert. Dabei werde von 8.30 Uhr bis 12.00 ein interessantes Programm geboten. Die Klassen würden in mehrere Gruppen eingeteilt, mit den unterschiedlichsten Bausteinen wie z.B. Biber, Labor, Gewässer usw. versorgt und fachlich kompetent betreut. Das Wissen wird dabei altersgemäß vermittelt, die Schulen ergänzen den Unterricht mit Bausteinen des LBV. Nachhaltigkeit müsse in den Schulen verankert werden. Mit vielen Beispielen erläuterte Markus Schmidberger die Arbeit. Hautnahe Erlebnissen würden bei den Schülern besonders haften bleiben. Dabei werden "Funken gezündet, Feuer muss daraus entstehen"! Basisvoraussetzung jedes Zentrums sei ein modulares System. Jede Umweltstation müsse sich ein Konzept erarbeiten und zertifizieren lassen. Dann könne man staatliche Zuschüsse erhalten. Auch auf unterschiedliche Kooperationen wie z.B. mit den Arnschwanger Imkern, ging Markus Schmidberger ein. Viel sei zu tun, Qualität werde geboten. Das LBV Zentrum ist immer auf ein Jahr ausgebucht. Also: Rechtzeitige Anmeldung sei wichtig, so Schmidberger. Im Anschluss an seine kompetente Einführung führte der Geschäftsstellenleiter die Gäste durch das Zentrum und das Gebäude und erläuterte die vielfachen Möglichkeiten anschaulich. Bei Kaffee und Kuchen kam es schließlich noch zu regen Gesprächen bevor man sich mit dem Bus auf die Heimreise begab.

 

Bericht: Peter Hartl

© Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.
zum Anfang
Mitglied werden
LBV Naturshop
LBV QUICKNAVIGATION