LBV Kreisgruppe Cham organisiert Exkursion in den Steinbruch Blauberg

 

23.08.2019 - Den Lebensraum Steinbruch selbst erkunden und mehr über die Lebensweise der hochbedrohten Gelbbauchunke erfahren - all dies hat die Exkursion der LBV Kreisgruppe Cham im Steinbruch Blauberg bei Raindorf, Gemeinde Runding geboten.

Markus Schmidberger informierte die Besucher eingehend über die Lebensweise der Gelbbauchunken. - Foto: JR Unternehmensgruppe
Markus Schmidberger informierte die Besucher eingehend über die Lebensweise der Gelbbauchunken. - Foto: JR Unternehmensgruppe

 

 

Referent Markus Schmidberger führte die 16-köpfige Gruppe durch den Steinbruch, eine seltene Gelegenheit, da die Öffentlichkeit normalerweise keinen Zugang zu dem Betriebsgelände hat. Seit dem Jahr 2014 gehört der Steinbruch Blauberg nämlich zur Josef Rädlinger Unternehmensgruppe. Seit diesem Zeitpunkt spielten auch vermehrt die Themen Renaturierung und Artenschutz eine Rolle. Die Zusammenarbeit zwischen der JR Unternehmensgruppe und dem LBV läuft nun seit mittlerweile drei Jahren, darunter auch das Projekt zum Schutz der bedrohten Amphibienart Gelbbauchunke, über das Schmidberger detailliert informierte.

 

 

 

Bei der eineinhalbstündigen Führung wies er vor allem auf die steigende Anzahl der Tiere im Steinbruch hin. Der Steinbruch Blauberg beheimatet mittlerweile die größte Gelbbauchunkenpopulation im Landkreis Cham, da er mit seinen vielen Tümpeln die optimalen Lebensbedingungen bietet. Zum Schutz der Amphibien wurden zudem um einige Kleingewässer große Granitblöcke zur Sicherung gelegt, damit die Unken geschützt sind und nicht versehentlich von Maschinen gestört werden.

Von oben sind die Gelbbauchunken ja gut getarnt. - Foto: Dieter Renner
Von oben sind die Gelbbauchunken ja gut getarnt. - Foto: Dieter Renner
Auf der Bauchseite zeigt sich jedoch die charakteristische schwarz-gelbe Färbung, die mögliche Angreifer warnen soll: Achtung, ich bin giftig! - Foto: Dieter Renner
Auf der Bauchseite zeigt sich jedoch die charakteristische schwarz-gelbe Färbung, die mögliche Angreifer warnen soll: Achtung, ich bin giftig! - Foto: Dieter Renner

 

 

Die Teilnehmer erfuhren bei der Führung nicht nur Wissenswertes über die Gelbbauchunke, sie konnten auch selbst auf Tuchfühlung mit den Tieren gehen. Mit Keschern wurde in den Tümpeln gefischt und die eingefangenen Unken in großen Boxen begutachtet. Nachdem alle Teilnehmer die Tiere genau unter die Lupe genommen hatten, wurden die Gelbbauchunken wieder vorsichtig in die Freiheit entlassen.

 

 

Interessiert wurde die eingefangene Gelbbauchunke von den Teilnehmern betrachtet. - Foto: JR Unternehmensgruppe
Interessiert wurde die eingefangene Gelbbauchunke von den Teilnehmern betrachtet. - Foto: JR Unternehmensgruppe
An einem der vielen Tümpel machten sich die Teilnehmer der Exkursion auf die Suche nach Gelbbauchunken. - Foto: JR Unternehmensgruppe
An einem der vielen Tümpel machten sich die Teilnehmer der Exkursion auf die Suche nach Gelbbauchunken. - Foto: JR Unternehmensgruppe
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