Raupen fressen Buchsbäume kahl

Erst 2006 in Deutschland aufgetaucht: der Buchsbaumzünsler (Cydalima perspectalis). - Foto: Dieter Renner
Erst 2006 in Deutschland aufgetaucht: der Buchsbaumzünsler (Cydalima perspectalis). - Foto: Dieter Renner

 

 

Miltach - 02.08.2019 - Die Artbestimmung des Nachfalters im obigen Bild erwies sich als schwierig, da er in einem recht umfangreichen Schmetterlingsbestimmungsbuch auch nach intensiver Suche nicht zu finden war. Da musste dann das Internet zu Hilfe genommen werden, was schließlich zum Erfolg führte. Es handelt sich um einen Buchsbaumzünsler (Cydalima perspectalis).

 

Dieser ostasiatischen Kleinschmetterling wurde erst zu Beginn des 21. Jahrhunderts nach Europa eingeschleppt und in Deutschland 2006 erstmals nachgewiesen. In jüngster Zeit hat er auch in der Oberpfalz für negative Schlagzeilen gesorgt. So haben im Frühling dieses Jahres gefräßige Raupen dieses Neozoons, die sich ausschließlich von Blättern des Buchsbaumes ernähren, vor allem in den Landkreisen Regensburg und Schwandorf beträchtlichen Schaden angerichtet. Aber auch im Landkreis Cham sind Kahlfraße in Chammünster und vor allem im Friedhof in Hohenwarth bekannt geworden. Mit ähnlichen Schäden muss dann im kommenden Jahr auch in anderen Regionen der Oberpfalz und des Landkreises gerechnet werden.

 

Im Nachhinein war es dann auch nicht verwunderlich, warum der Schmetterling im Nachtfalter-Bestimmungsbuch fehlte. Das stammt aus dem Jahr 1986 und da war der Buchsbaumzünsler ganz bestimmt noch kein heimischer Nachtfalter.

 

 

© Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.
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