Bei den Auerhühnern im Künischen Gebirge

Rund 30 Naturinteressierte beteiligten sich an der anspruchsvollen Wanderung. - Foto: Heidi Brandl
Rund 30 Naturinteressierte beteiligten sich an der anspruchsvollen Wanderung. - Foto: Heidi Brandl

 

Bei strahlendem Sonnenschein trafen sich am Sonntagmorgen knapp 30 Naturbegeisterte am Parkplatz Scheiben zu einer mehrstündigen Wanderung.

 

 

 

Die Exkursion, die gemeinsam vom Bund Naturschutz, vertreten durch Helmut Kleisinger, und vom LBV angeboten wurde, führte am "Grünen Band" entlang des Künischen Grenzsteiges durch die Hochlagen des Bayerischen Waldes vom Zwercheck bis hin zum Großen Osser.

 

Unterwegs erfuhren die Teilnehmer durch Karl-Heinz Schindlatz, dem 1. Vorsitzenden der LBV-Kreisgruppe Cham, viel Wissenswertes über die heimische Tierwelt und deren Lebensräume. Vor allem das Auerhuhn ist hier wieder stark vertreten, lebt es doch im größten Auerwildschutzgebiet des Bayer- und Böhmerwaldes. Aber auch ein Luchspaar, das als Grenzgänger die Gegend durchstreift, wurde nachgewiesen.

 

Schindlatz machte hier auch in seiner Funktion als langjähriges Mitglied im Netzwerk Große Beutegreifer "Luchs Wolf und Bär" immer wieder auf die Gefahren und Störungen durch Wanderer abseits der Wege und vor allem durch Tourengänger und Schneeschuhwanderer im Winter aufmerksam. Auch freilaufende Hunde beeinträchtigen die Tiere in ihrer Ruhe. Nicht zuletzt gilt die Gegend mittlerweile auch als Wolfseinzugsgebiet. Schon allein deswegen ist es empfehlenswert, auf den Wegen zu bleiben.

 

 

Beeindruckende Ausblicke auf die heimische Bergwelt! - Foto: Dieter Renner
Beeindruckende Ausblicke auf die heimische Bergwelt! - Foto: Dieter Renner
Immer das Ziel vor Augen: der Osser! - Foto: Dieter Renner
Immer das Ziel vor Augen: der Osser! - Foto: Dieter Renner

 

Auf der durchaus anspruchsvollen Wanderung wurden die Teilnehmer immer wieder durch beeindruckende Ausblicke auf die heimische Bergwelt und ins benachbarte Tschechien belohnt. Absolutes Highlight war das Auffliegen zweier Auerhühner nur ca. 10 Meter neben dem Grenzweg. Dies rechtfertigt wiederum den Appell an alle Hundehalter, ihre Tiere an der Leine zu führen.

Einige Highlights der Exkursion: eine Waldeidechse, .... - Foto: Dieter Renner
Einige Highlights der Exkursion: eine Waldeidechse, .... - Foto: Dieter Renner
..... ein Weißbindiger Mohrenfalter, ..... - Foto: Stefan Tscherney
..... ein Weißbindiger Mohrenfalter, ..... - Foto: Stefan Tscherney
und natürlich die auffliegenden Auerhühner! Auch wenn die Teilnehmer die Situation so ähnlich erlebt haben, wurde die Aufnahme zu einem früheren Datum gemacht. - Foto: Karl-Heinz Schindlatz
und natürlich die auffliegenden Auerhühner! Auch wenn die Teilnehmer die Situation so ähnlich erlebt haben, wurde die Aufnahme zu einem früheren Datum gemacht. - Foto: Karl-Heinz Schindlatz
Das gleiche gilt für das Bild des balzenden Auerhahns. - Foto: Karl-Heinz Schindlatz
Das gleiche gilt für das Bild des balzenden Auerhahns. - Foto: Karl-Heinz Schindlatz

 

 

Das Entdecken einer Hirschkuh, einer Waldeidechse, eines Weißbindigen Mohrenfalters und eines Baumpiepers erfreute die Gruppe, bis sie schließlich am Nachmittag den Gipfel des Großen Osser erreichte und eine verdiente Pause im Osserschutzhaus einlegen konnte. Danach folgte der Abstieg zum Parkplatz am Sattel. Von dort fuhr man in Fahrgemeinschaften zurück zum Ausgangspunkt.

 

Bericht: Heidi Brandl

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