Batnight in Nößwartling

 

 

29.08.2018 - Ende August werden bei der jährlichen Batnight die Fledermäuse europaweit als bedrohte Tiergruppe in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses gestellt. Bei unterschiedlichen Veranstaltungen bieten sich viele Möglichkeiten, mehr über die geheimnisvollen Nachtjäger zu erfahren, die aufgrund ihrer nächtlichen Lebensweise zu den sagenumwobensten heimischen Tieren gehören. Etwa ab Ende August, suchen die meisten Fledermausarten nach geeigneten Winterquartieren. Daher kann man die Tiere an bestimmten Stellen besonders gut beobachten.

 

Auch das LBV-Zentrum Mensch & Natur in Nößwartling hatte am Samstagabend zur Fledermausnacht für Kinder eingeladen, und die Resonanz war enorm: Etwa 30 Kinder mit ihren Eltern waren gekommen, um mehr über Fledermäuse zu erfahren. Unter den Besuchern war auch eine größere Gruppe aus Falkenstein, die mit Bürgermeisterin Heike Fries im Rahmen des Falkensteiner Ferienprogramms nach Nößwartling gekommen waren.

 

Markus Schmidberger, der Geschäftsstellenleiter des LBV-Zentrums, brachte den Kindern in einer Reihe von Spielen das Thema Fledermaus nahe. Es begann mit dem bekannten "1, 2 oder 3"-Spiel, bei dem die Kinder gegen die Erwachsenen antraten und gewannen. Das Spiel "Eine Fledermaus jagt Nachtfalter" (Blinde Kuh) demonstrierte die Probleme bei der Nahrungssuche, und schließlich erfuhren die Kids bei einem Spiel à la "Reise nach Jerusalem" viel über den Lebensraum der Fledermäuse und wie er geschützt werden kann.

 

 

"Eine Fledermaus jagt Nachtfalter" hieß dieses Spiel. - Foto: Volkmar Dimpfl
"Eine Fledermaus jagt Nachtfalter" hieß dieses Spiel. - Foto: Volkmar Dimpfl
Angelehnt an das Spiel "Reise nach Jerusalem" erfuhren die Kinder viel über den Lebensraum der Fledermäuse und wie er geschützt werden kann. - Foto: Volkmar Dimpfl
Angelehnt an das Spiel "Reise nach Jerusalem" erfuhren die Kinder viel über den Lebensraum der Fledermäuse und wie er geschützt werden kann. - Foto: Volkmar Dimpfl

 

Dann ging es ans Basteln. Markus Schmidberger, Angelika Nelson, Jeremias Althammer und Sepp Kellner kümmerten sich um die Bastelgruppen, die unter anderem Fledermaus-Mobiles, Fledermaus-Plastiken und Fledermaus-Masken herstellten - eine Beschäftigung, die allen viel Spaß bereitete. Nachdem es inzwischen kühl geworden war, ging es nach innen. Hier konnte man eine Fledermaus (ein Großes Mausohr) einmal aus der Nähe sehen und auch anfassen. Markus Schmidberger wies aber eindringlich darauf hin, dass man gefundene Fledermäuse wegen Infektionsgefahr nur mit Handschuh anfassen soll. Bevor es zur Exkursion nach draußen ging, sollten die Kinder mit verbundenen Augen einer Geschichte lauschen und die Fehler darin finden.

Nachdem die mit Gips modellierten Fledermaus-Plastiken ausgehärtet waren, wurden sie bemalt. - Foto: Volkmar Dimpfl
Nachdem die mit Gips modellierten Fledermaus-Plastiken ausgehärtet waren, wurden sie bemalt. - Foto: Volkmar Dimpfl
Nach diesem Modell versuchten die Kinder, selbst ein Mobile zu basteln. - Foto: Volkmar Dimpfl
Nach diesem Modell versuchten die Kinder, selbst ein Mobile zu basteln. - Foto: Volkmar Dimpfl
Eine Fledermaus-Plastik ist fertig. - Foto: Volkmar Dimpfl
Eine Fledermaus-Plastik ist fertig. - Foto: Volkmar Dimpfl
In der Maskenwerkstatt: Aus Papier, Farbe und Klebstoff entstehen bunte Fledermaus-Masken. - Foto: Volkmar Dimpfl
In der Maskenwerkstatt: Aus Papier, Farbe und Klebstoff entstehen bunte Fledermaus-Masken. - Foto: Volkmar Dimpfl
Stolz auf die selbstgebaute Fledermaus-Maske! - Foto: Volkmar Dimpfl
Stolz auf die selbstgebaute Fledermaus-Maske! - Foto: Volkmar Dimpfl
Eine echte Fledermaus zum Anfassen! - Foto: Volkmar Dimpfl
Eine echte Fledermaus zum Anfassen! - Foto: Volkmar Dimpfl
Basteln mit Papier, Klebstoff, Schere und Stift! - Foto: Volkmar Dimpfl
Basteln mit Papier, Klebstoff, Schere und Stift! - Foto: Volkmar Dimpfl
Mit verbundenen Augen der Geschichte lauschen und die Fehler finden! - Foto: Volkmar Dimpfl
Mit verbundenen Augen der Geschichte lauschen und die Fehler finden! - Foto: Volkmar Dimpfl
So groß wie eine Biene, eine neugeborene Fledermaus! - Foto: Volkmar Dimpfl
So groß wie eine Biene, eine neugeborene Fledermaus! - Foto: Volkmar Dimpfl
 
In der Fledermausfalle fand sich leider nichts. - Foto: Volkmar Dimpfl
In der Fledermausfalle fand sich leider nichts. - Foto: Volkmar Dimpfl

 

Die Mitarbeiter des LBV-Zentrums hatten inzwischen eine Insekten- und eine Fledermausfalle aufgebaut. An der Insektenfalle hatten sich etliche Insekten versammelt, aber aufgrund der kühlen Witterung deutlich weniger als noch wenige Tage vorher. Und leider bewahrheitete sich auch die Befürchtung Schmidbergers: Es ging keine Fledermaus ins Netz. Sein Bat-Detektor (ein Gerät, das die Ultraschall-Laute der Fledermäuse hörbar macht) hatte zwar dreimal reagiert, aber die Falle blieb leer.

 

 

Zum Abschluss der Batnight gab's dann noch eine Siegerehrung: Die Kinder hatten ein Quiz mit 18 nicht ganz einfachen Fragen über Fledermäuse absolviert. Und sie schlugen sich nicht schlecht. Immerhin drei von ihnen hatten 15 oder 16 richtige Antworten.

 

Bericht: Volkmar Dimpfl, Chamer Zeitung

 

Die Quiz-Sieger: sie schafften mindestens 15 richtige Antworten!- Foto: Volkmar Dimpfl
Die Quiz-Sieger: sie schafften mindestens 15 richtige Antworten!- Foto: Volkmar Dimpfl
Sie war beim Quiz am erfolgreichsten und beantwortete 16 von 18 Fragen richtig.- Foto: Volkmar Dimpfl
Sie war beim Quiz am erfolgreichsten und beantwortete 16 von 18 Fragen richtig.- Foto: Volkmar Dimpfl
© Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.
zum Anfang
Mitglied werden
LBV Naturshop
LBV QUICKNAVIGATION