Faszinierende Artenvielfalt

 

07.09.2019 - Eine beeindruckende Vielfalt an Arten, Farben und Formen konnten die Besucher der Frischpilzausstellung am vergangenen Wochenende im LBV-Zentrum Mensch und Natur in Nößwartling erleben. Selbst passionierte Schwammerlsucher waren überrascht, was es da alles zu sehen gab. Von den beiden Pilzfachberatern Elfriede Kellnhofer aus Furth im Wald und Dieter Henker aus Walderbach wurden weit über 100 Arten auf den Ausstellungstischen im Großen Saal präsentiert, akribisch bestimmt und mit Informationskärtchen versehen. Dass die Präsentation in diesem Umfang überhaupt möglich war, ist auch den Helfern zu verdanken, die schon tags zuvor die Wälder und Wiesen des Landkreises vom Kaitersberg bis zum Gibacht durchstreiften, um möglichst viele unterschiedliche Pilze zu sammeln.

Weit über 100 Arten konnten beiden Pilzberater Elfriede Kellnhofer und Dieter Henker präsentieren. - Foto: Dieter Renner
Weit über 100 Arten konnten beiden Pilzberater Elfriede Kellnhofer und Dieter Henker präsentieren. - Foto: Dieter Renner
Geschäftsstellenleiter Markus Schmidberger mit einem Trachtenhut, der aus einem Zunderschwamm hergestellt wurde. - Foto: Dieter Renner
Geschäftsstellenleiter Markus Schmidberger mit einem Trachtenhut, der aus einem Zunderschwamm hergestellt wurde. - Foto: Dieter Renner

 

 

Neben eher bekannten Röhrenpilzen wie z.B. dem Steinpilz oder verschiedenen Rotkappenarten wurden auch viele Lamellenpilze, angefangen von Täublingen über Edelpilze (z.B. Riesenschirmling, Parasol) bis hin zu Tintlingen (z.B. Schopftintling) ausgestellt. Auch Gluckenpilze (Krause Glucke) und Korallenpilze durften nicht fehlen. Auf einem eigenen Tisch waren zahlreiche und besonders attraktive Baumpilze zu bewundern. Kaum vorstellbar, dass man früher aus einem Baumpilz wie dem Echten Zunderschwamm Hüte, Kappen oder Taschen herstellte. Heute geschieht das nur noch in Rumänien für den Souvenirmarkt.

 

 

 

Von der Möglichkeit, zur Ausstellung auch Pilze mitzubringen, wurde reger Gebrauch gemacht. Die Artbestimmung und vor allem die Fragen, ob der Pilz essbar ist, und wie man ihn von ähnlichen, möglicherweise giftigen Artgenossen unterscheiden kann, wurde von Elfriede Kellnhofer und Dieter Henker fachmännisch beantwortet.

 

 

Alle Fragen zu den Pilzen wurden von den Pizberatern Dieter Henker .... - Foto: Dieter Renner
Alle Fragen zu den Pilzen wurden von den Pizberatern Dieter Henker .... - Foto: Dieter Renner
.... und Elfriede Kellnhofer fachgerecht beantwortet! - Foto: Dieter Renner
.... und Elfriede Kellnhofer fachgerecht beantwortet! - Foto: Dieter Renner

Besonders auffällig

 

Der Riesenbovist! Der kugelförmige, essbare Pilz, der im Bereich Arnschwang gefunden wurde, weist einen Durchmesser von über 30cm auf.

 

 

Riesenbovist - Foto: Dieter Renner
Riesenbovist - Foto: Dieter Renner

Besonders attraktiv:

 

Der Tintenfischpilz! Er wurde sogar in unmittelbarer Nähe des LBV-Zentrums auf der Drahtinsel gefunden und erst während der Ausstellung angeliefert. Auf Grund seines nahezu unerträglichen Geruchs wurde er aber auf eine Außen-Fensterbank des Großen Saals verbannt und konnte nur durch die Fensterscheibe bewundert werden.

 

 

Tintenfischpilz - Foto: Dieter Renner
Tintenfischpilz - Foto: Dieter Renner

Besonders selten:

 

Der Große Scheidling und der Grüne Kammporling! Für letzteren besteht sogar ein Sammelverbot, aber weil die Helfer nicht über das profunde Wissen der beiden Pilzfachberater verfügen, geriet er trotzdem in die Frischpilzausstellung.

 

 

Pilzraritäten - Foto: Dieter Renner
Pilzraritäten - Foto: Dieter Renner

Besonders giftig:

 

Der Totenkopf auf rotem Hintergrund verrät es schon:Finger weg von diesen Pilzen! Der giftigste ist wohl der Grüne Knollenblätterpilz (Pilz des Jahres 2019), gefolgt vom Spitzhütigen Knollenblätterpilz und vom Fliegenpilz. Auch vom Verzehr des Narzissengelben Wulstlings und des Gelben Knollenblätterpilzes ist dringend abzuraten. In der reihe fehlt dann eigentlich nur noch der Pantherpilz, der in der Ausstellung aber nicht präsentiert werden konnte.

 

 

Vorsicht, giftig! - Foto: Dieter Renner
Vorsicht, giftig! - Foto: Dieter Renner
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