Greifvogelmorde und kein Ende

Drei dieser stolzen und hoch bedrohten Rotmilane mussten bereits in einem Jagdrevier bei Tasching ihr Leben lassen. Warum nur? - Foto: Markus Gläßel
Drei dieser stolzen und hoch bedrohten Rotmilane mussten bereits in einem Jagdrevier bei Tasching ihr Leben lassen. Warum nur? - Foto: Markus Gläßel

 

22.06.2017 - Unglaublich, aber wahr! Im gleichen Jagdrevier bei Tasching, südlich der Kreisstadt Cham, in dem bereits im April drei Mäusebussarde und drei der besonders seltenen und geschützten Rotmilane (Rote Liste 2-Art) tot aufgefunden wurden, wurden nun erneut zwei tote Greifvögel gemeldet. Es handelt sich um zwei weitere Mäusebussarde. Die Zahl der getöteten Greifvögel stieg somit auf acht Stück.

 

Drei Vögel verendeten durch Kontaktgift

 

Da nur bei zwei Mäusebussarden durch Röntgenaufnahmen belegt werden konnte, dass sie mit Schrot erschossen wurden, schickte unsere LBV-Kreisgruppe zwei Mäusebussarde und zwei der tot aufgefunden Rotmilane zur toxikologischen Untersuchung an die Ludwig-Maximilian-Universität, Abteilung Toxikologie und Pharmazie nach München. Am Dienstag in dieser Woche lagen die Ergebnisse vor. Wie zu befürchten war, wurde eine Vergiftung, die dann letztendlich zum Tod führte, bei drei dieser vier Tiere eindeutig nachgewiesen. Es handelt sich dabei um ein hochtoxisches Kontaktgift, das auch für Menschen und Hunde eine Gefahr darstellt.

 

Auf Grund dieser neuen Erkenntnisse lud die LBV-Kreisgruppe kurzfristig zu einem Pressegespräch ein. Kreisgruppenvorstand Karl-Heinz Schindlatz und Geschäftsstellenleiter Markus Schmidberger erläuterten den anwesenden Pressevertretern die aktuelle Vorfälle und die neuesten Erkenntnisse. Um die Berichte auf den Homepages der Chamer Zeitung und des Bayerwald-Echo zu lesen, klicken Sie bitte auf die jeweilige Zeitung.

 

LBV setzt Belohnung aus

 

Da die Aufklärung der illegalen Greifvogeltötungen im vorliegenden Fall extrem schwierig ist, ist man auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen. Auch eventuelle Beobachtungen aus der Vergangenheit könnten dabei sehr hilfreich sein. Der LBV setzt deshalb eine Belohnung von 1000€ aus für Hinweise die zur Ergreifung des oder Täter führen.

 

Der vorliegende Fall war für den Bayerischen Rundfunk Anlass genug, Reporter des Umweltmagazins UNKRAUT zu einer Recherche in den Landkreis Cham zu schicken. Wenn Sie sich die rund fünfminütige absolut sehenswerte Sendung, in der auch unser Geschäftsstellenleiter Markus Schmidberger zu Wort kommt, anschauen wollen, klicken Sie hier!

 

 

 

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