Dieter Henker erwies sich als profunder Pilzfachmann

Dieter Henker ließ keine Frage unbeantwortet. - Foto: Monika Kerner
Dieter Henker ließ keine Frage unbeantwortet. - Foto: Monika Kerner

 

Über 20 Teilnehmer ließen sich von der durchwachsenen Wetterprognose nicht davon abhalten, am vergangenen Sonntag an der Pilzexkursion des LBV in einem Waldstück bei Traitsching teilzunehmen. Die Pilzfreunde wurden dann auch nicht enttäuscht, weil sich der Exkursionsleiter, Pilzfachberater Dieter Henker als profunder Fachmann erwies, und weil der Wettergott wieder einmal ein Einsehen bei einer LBV-Veranstaltung hatte. Gelegentlich blitzte sogar die Sonne durch die Wolken.

Ausgangspunkt der Exkursion war der Wanderweg zur Schwedenschanze am Köpfelsberg. Am Ausläufer dieses langen Bergrückens liegt ein beeindruckendes Bodendenkmal mit gut erhaltener Wallanlage.

 

Bei einer Pilzeexkursion stehen natürlich die Pilze im Vordergrund. Im Gegensatz zum üblichen Schwammerlsuchen wurden die Teilnehmer aber aufgefordert, nicht nur essbare Pilze zu sammeln sondern auch ungenießbare und giftige Exemplare. Außerdem sollten die Pilze - nicht wie üblich - über dem Waldboden abgeschnitten, sondern vorsichtig ganz aus der Erde gedreht werden, um die wichtigen Bestimmungsmerkmale am Stielende nicht zu übersehen. Auch eine Einweisung in die angebrachten Sammelbehälter durfte natürlich nicht fehlen. Bestens geeignet ist ein Korb oder allenfalls eine Stofftasche. Von Plastiktüten sollte man Abstand nehmen. Mit mehr oder weniger gefüllten Körbchen trafen sich die Teilnehmer anschließend, um vom Pilzfachberater viel Wissenswertes über die gefundenen Exemplare zu erhalten.

Dieter Henker hatte keine Mühe, die vielen gesammelten Pilze zu bestimmen. - Foto: Monika Kerner
Dieter Henker hatte keine Mühe, die vielen gesammelten Pilze zu bestimmen. - Foto: Monika Kerner

 

Die Trockenheit der vergangenen Wochen war wohl schuld an der nicht so üppigen Pilzausbeute, doch fand sich neben vielen Täublingen und Pfifferlingen sogar ein prächtiges Exemplar von einem Steinpilz. Dieter Henker hatte keine Mühe, die vielen gesammelten Pilze zu bestimmen. Besonders interessant war der Fund eines sogenannten Hexeneis. Hier handelt es sich um ein frühes Entwicklungsstadium der Stinkmorchel. Durchgeschnitten lässt sich gut der im Inneren bereits angelegte Fruchtkörper erkennen. Dieser kann, von der gallertartigen Hülle befreit, in diesem Zustand sogar als Pilzspeise zubereitet werden.

Das lässt das Herz eines jeden Schwammerlfreundes höher scjhlagen: der Steinpilz! - Foto: Elfriede Kellnhofer
Das lässt das Herz eines jeden Schwammerlfreundes höher scjhlagen: der Steinpilz! - Foto: Elfriede Kellnhofer
Spröde, leicht brechende Lamellen auf der Hutunterseite sind ein typisches Bestimmungsmerkmal der Täublinge. Hier der schmackhafte Apfeltäubling! - Foto: Dieter Renner
Spröde, leicht brechende Lamellen auf der Hutunterseite sind ein typisches Bestimmungsmerkmal der Täublinge. Hier der schmackhafte Apfeltäubling! - Foto: Dieter Renner

 

 

Ausführliche Erläuterungen über die Bedeutung der Pilzvielfalt für die Waldökologie rundeten die lehrreiche und gelungene Veranstaltung ab.

Am Ende durften die Teilnehmer die neue Pilzbroschüre "Wo der Strubbelkopf haust", die die LBV-Kreisgruppe Cham zusammen mit dem Naturpark Oberer Bayerischer Wald erstellt hat, kostenlos in Empfang nehmen.

 

Was es mit dieser Pilzbroschüre auf sich hat, und wie auch Sie diese erhalten können, erfahren Sie hier!

 

 

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