Kuckuckrufe begleiteten die Insektenexkursion

 

 

 

31.05.2016 - Die alljährliche LBV-Insektenexkursion führte in diesem Jahr zu den Gstettenwiesen im Regental bei Roding. Bei den Gstettenwiesen handelt es sich um eine naturnahe Fläche am Kammweiherbach, die im Besitz der Stadt Roding ist, aber seit vielen Jahren vom Landesbund für Vogelschutz angepachtet ist.

 

 

Das Exkursionsziel: die Gstettenwiesen - Foto: Dieter Renner
Das Exkursionsziel: die Gstettenwiesen - Foto: Dieter Renner

 

Schon auf dem kurzen Weg  zur Exkursionsfläche konnten sich die Teilnehmer an Kuckucksrufen erfreuen, die man ansonsten nur noch sehr selten im Landkreis zu hören bekommt. Neben den Kuckucken bekam man auch Neuntöter und Turmfalken zu sehen. Das unterstreicht, dass die Gstettenwiesen auch eine ornithologische Wertigkeit besitzen.

 

 

Der Kuckuck begleitete die Exkursion mit seinen Rufen von Anfang bis Ende. - Foto: Dieter Renner
Der Kuckuck begleitete die Exkursion mit seinen Rufen von Anfang bis Ende. - Foto: Dieter Renner
Der Neuntöter unterstreicht die Wertigkeit der Gstettenwiesen als ornithologisches Refugium. - Foto: Dieter Renner
Der Neuntöter unterstreicht die Wertigkeit der Gstettenwiesen als ornithologisches Refugium. - Foto: Dieter Renner

 

Die Exkursionsleiterin Dr. Gisela Merkel.Wallner, stellvertretende Kreisvorsitzende der LBV-Kreisgruppe Cham und Mitarbeiterin am Tagfalteratlas in Bayern, erwies sich als profunde Entomologin, die keine der zahlreichen Fragen unbeantwortet ließ. Mit Kescher und Becherlupe ausgerüstet durchstreiften die Teilnehmer das hohe Gras. Dr. Merkel-Wallner benannte die verschiedenen Exemplare aus den Insektengruppen wie Käfer, Schmetterlinge, Wanzen und Heuschrecken und gab fundierte Erläuterungen.

Ihre profunden Kenntnisse gab Dr. Gisela Merkel-Wallner (im Bild rechts) an die interessierten Exkursionsteilnehmer weiter. - Foto: Dieter Renner
Ihre profunden Kenntnisse gab Dr. Gisela Merkel-Wallner (im Bild rechts) an die interessierten Exkursionsteilnehmer weiter. - Foto: Dieter Renner
Foto: Dieter Renner
Foto: Dieter Renner

 

 

So erfuhren die Teilnehmer, dass es sich bei der Braunen Tageule um einen tagaktiven Nachtfalter handelt, dass der Rapsweißling oder Grünaderweißling bei uns jährlich in bis zu drei Generationen auftritt und dass der Trauer-Rosenkäfer erst vor etwa 20 Jahren nach Mitteleuropa eingewandert ist, mittlerweile aber zu einer häufigen Käferart geworden ist. Vermutlich spielt dabei die Klimaerwärmung eine Rolle.

Eine Raupe, die die Teilnehmer irrtümlich für eine Schmetterlingsraupe hielten, entpuppte sich als eine Blattwespen-Raupe.

Bei der Braunen Tageule handelt es sich um einen tagaktiven Nachtfalter. - Foto: Dieter Renner
Bei der Braunen Tageule handelt es sich um einen tagaktiven Nachtfalter. - Foto: Dieter Renner
Der Grünader-Weißling oder auch Raps-Weißling tritt bei uns in jährlich bis zu drei Generationen auf. - Foto: Dieter Renner
Der Grünader-Weißling oder auch Raps-Weißling tritt bei uns in jährlich bis zu drei Generationen auf. - Foto: Dieter Renner
Der Trauer-Rosenkäfer ist erst vor etwa 20 Jahren nach Mitteleuropa eingewandert. Mittlerweile ist zu einer häufigen Käferart geworden. - Foto: Dieter Renner
Der Trauer-Rosenkäfer ist erst vor etwa 20 Jahren nach Mitteleuropa eingewandert. Mittlerweile ist zu einer häufigen Käferart geworden. - Foto: Dieter Renner
Bei dieser Raupe handelt es sich nicht um eine Schmetterlingsraupe, sondern um die Raupe einer Blattwespe. - Foto: Dieter Renner
Bei dieser Raupe handelt es sich nicht um eine Schmetterlingsraupe, sondern um die Raupe einer Blattwespe. - Foto: Dieter Renner
Die Grüne Florfliege gehört zur Insektengruppe der Netzflügler. - Foto: Dieter Renner
Die Grüne Florfliege gehört zur Insektengruppe der Netzflügler. - Foto: Dieter Renner
Die Rüsselkäfer tummeln sich hier auf einer Blüte des Schlangenknöterichs. - Foto: Dieter Renner
Die Rüsselkäfer tummeln sich hier auf einer Blüte des Schlangenknöterichs. - Foto: Dieter Renner
Auch Schnellkäfer ........ - Foto: Dieter Renner
Auch Schnellkäfer ........  - Foto: Dieter Renner
und Baumwanzen halten sich gerne auf Schlangenknöterichblüten auf. - Foto: Dieter Renner
und Baumwanzen halten sich gerne auf Schlangenknöterichblüten auf. - Foto: Dieter Renner
Schnaken sind die größten Vertreter der Mücken. In Deutschland gibt es 140 verschiedene Schnakenarten. - Foto: Dieter Renner
Schnaken sind die größten Vertreter der Mücken. In Deutschland gibt es 140 verschiedene Schnakenarten. - Foto: Dieter Renner
Die Exkursionsleiterin bestimmt eine Libelle. - Foto: Heidi Brandl
Die Exkursionsleiterin bestimmt eine Libelle. - Foto: Heidi Brandl

 

Verschweigen wollte die Exkursionsleiterin abschließend aber nicht, dass selbst auf einer so Natur belassenen Fläche wie den Gstettenwiesen der Rückgang der Insekten hinsichtlich Artenvielfalt und auch Individuenanzahl nicht zu übersehen ist.

© Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.
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