LBV-Pressemitteilung zur Luchstötung im Bayerischen Wald

 

Hilpoltstein, 02.07.15 – Der Staatsanwaltschaft Regensburg zufolge wurde mindestens einer der beiden Luchse, deren abgeschnittene Pfoten im Mai im Bayerischen Wald gefunden wurden, beschossen. Der Bayerische Jagdverband (BJV) hat die illegalen Tötungen verurteilt und seine Mitglieder aufgerufen, zur Aufklärung beizutragen. Der Landesbund für Vogelschutz (LBV) - wie der BJV Mitglied in der 'Trägergemeinschaft Ausgleichsfonds Große Beutegreifer' - begrüßt dieses klare Bekenntnis des BJV zum Schutz dieser sehr seltenen, bedrohten Tierart.

Mitte Mai sorgte im Lamer Winkel im Landkreis Cham der Fund von vier abgeschnittenen Luchspfoten für Aufregung. Mittlerweile ist durch ein von Staatsanwaltschaft Regensburg veröffentlichtes Gutachten des Leibnitz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung bekannt, dass die Pfoten von zwei verschiedenen Tieren stammen und dass zumindest einer der beiden illegal getöteten Luchse schon einmal beschossen wurde. Das nährt den Verdacht, dass die Täter in Jägerkreisen zu suchen sind. Gerade deshalb begrüßt der LBV das klare Statement des BJV, der die illegalen Tötungen scharf verurteilt hat. "Diese Tat ist eine schwere Belastung für unseren Partner in der 'Trägergemeinschaft Ausgleichsfonds Große Beutegreifer'. Umso wichtiger ist es nun, dass Prof. Vocke seinen Mitgliedern im Landesjagdverband ein so klares öffentliches Signal gibt", kommentiert Dr. Norbert Schäffer, Vorsitzender des LBV, die deutliche Positionierung des BJV. "Wir hoffen, dass die abscheuliche Tat mit Hilfe der Jägerschaft schnellstmöglich aufgeklärt werden kann und sich solche Vorfälle nicht wiederholen", ergänzt der LBV-Vorsitzende.

© Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.
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