Das Grüne Band, ein unersetzliches Rückzugsgebiet nicht nur für Luchs und Auerhuhn

 

 

Nein, Auerhähne oder gar Luchse konnten nicht beobachtet werden, aber das war wohl auch nicht zu erwarten. Sehr wohl führte die LBV-Exkursion am Vatertag in ein Gebiet, in dem Auerhähne und auch Luchse vorkommen.

 

 

 

Die Wanderung führte entlang dem Angelbach, ein Grenzbachzwischen Bayern und Böhmen. - Foto: Dieter Renner
Die Wanderung führte entlang dem Angelbach, ein Grenzbachzwischen Bayern und Böhmen. - Foto: Dieter Renner
Karlheinz Schindlatz informiert die Teilnehmer über das Vorkommen von Luchs und Auerhuhn in diesem Bereich des Grünen Bandes. - Foto: Dieter Renner
Karlheinz Schindlatz informiert die Teilnehmer über das Vorkommen von Luchs und Auerhuhn in diesem Bereich des Grünen Bandes. - Foto: Dieter Renner
Karlheinz Schindlatz wies auf die hohe Wertigkeit des "Grünen Bandes" hin. - Foto: Dieter Renner
Karlheinz Schindlatz wies auf die hohe Wertigkeit des "Grünen Bandes" hin. - Foto: Dieter Renner

 

 

Karlheinz Schindlatz, LBV-Kreisgruppenvorsitzender und Exkursionsleiter konnte eine ganze Reihe von Naturinteressierten willkommen heißen, unter ihnen auch Michael Doblinger, Kreisvorsitzender der Grünen im Landkreis Cham. Die durchaus anspruchsvolle Wanderung führte vom Helmhof bei Rittsteig immer unmittelbar der bayerisch-böhmischen Grenze entlang in Richtung Osser. Bis zu seiner Quelle bildet der Angelbach die Landesgrenze zwischen Deutschland und Tschechien. Als "Grünes Band" bezeichnet man den ehemaligen Geländestreifen entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Die Fortsetzung dieses Geländestreifen, der streng gesicherte Grenzbereich zur ehemaligen Tschechoslowakei gehört zum Grünen Band Europa. Das Grüne Band dient als unersetzliches Rückzugsgebiet und als Wanderkorridor für bedrohte Tiere und Pflanzen. Die LBV-Exkursion sollte die Wertigkeit dieser Flächen wieder ins Bewusstsein der Teilnehmer rücken, was sicher eindrucksvoll gelang.

 

Ähnlich wie der Luchs, der hier nachweislich ein grenzüberschreitendes Revier hat, wanderten die Exkursionsteilnehmer nicht immer auf der bayerischen Seite, sondern wichen durchaus auch einmal nach Böhmen aus, wenn dort der Anstieg leichter zu bewältigen war oder wenn ein umgefallener Baum den Weg versperrte.

 

 

 

 

Karlheinz Schindlatz, der auch ausgebildeter Rissgutachter ist und immer gerufen werden kann, wenn der Verdacht besteht, dass ein Wolf oder ein Luchs ein Tier gerissen hat, wusste viel über den Luchs zu erzählen. Auch wenn man Auerhühner selbst nicht zu Gesicht bekam, konnte der LBV-Kreisvorsitzende den Teilnehmern zumindest auf dem Weg gefundene Losungen von Auerhähnen und von Auerhühnern zeigen.

Der Weg entlang dem Grünen Band führte durch ein sehr naturbelassenes Gebiet. Daher konnten die Teilnehmer durchaus nachvollziehen, dass sich in unmittelbarer Nähe auf tschechischer Seite ein Auerhahnbalzplatz befindet.

 

Nachfolgend einige Impressionen der Exkursion!

 

 

Der uralte Grenzstein stammt nach aus der Zeit, als Tschechien noch ein Teil der sozialistischen Republik Tschechoslowakei war. Das schon etwas matte S steht für den slowakischen Teil. - Foto: Dieter Renner
Der uralte Grenzstein stammt nach aus der Zeit, als Tschechien noch ein Teil der sozialistischen Republik Tschechoslowakei war. Das schon etwas matte S steht für den slowakischen Teil. - Foto: Dieter Renner
Auch im Wald waren die Blätter der gemeinen Pestwurz am Angelbach dicht mit Blütenstaub bedeckt. - Foto: Dieter Renner
Auch im Wald waren die Blätter der gemeinen Pestwurz am Angelbach dicht mit Blütenstaub bedeckt. - Foto: Dieter Renner
Auerhahnlosungen auf dem Weg sind ein Beleg für das Vorkommen der Auerhühner. - Foto: Dieter Renner
Auerhahnlosungen auf dem Weg sind ein Beleg für das Vorkommen der Auerhühner. - Foto: Dieter Renner
Am höchsten Punkt überquerte man die europäische Wasserscheide. - Foto: Dieter Renner
Am höchsten Punkt überquerte man die europäische Wasserscheide. - Foto: Dieter Renner
Die beiden Ossergipfel aus einer ungewohnten Perspektive! - Foto: Dieter Renner
Die beiden Ossergipfel aus einer ungewohnten Perspektive! - Foto: Dieter Renner
Eine verdiente Pause nach dem durchaus anspruchsvollem Aufstieg! - Foto: Dieter Renner
Eine verdiente Pause nach dem durchaus anspruchsvollem Aufstieg! - Foto: Dieter Renner
Ein letztes Aufbäumen der umgefallenen Fichte: Wunderschöne Fichtenzapfen! - Foto: Dieter Renner
Ein letztes Aufbäumen der umgefallenen Fichte: Wunderschöne Fichtenzapfen! - Foto: Dieter Renner
Ein Bockkäfer: Schulterbock - Oxymirus cursor - Seine Larve lebt hauptsächlich in Fichten. - Foto: Dieter Renner
Ein Bockkäfer: Schulterbock - Oxymirus cursor - Seine Larve lebt hauptsächlich in Fichten.  - Foto: Dieter Renner
Ganze Arbeit hat dieser Specht geleistet. Ob es ein Buntspecht, ein Schwarzspecht oder doch ein Dreizehenspecht war, konnte nicht ganz geklärt werden. - Foto: Dieter Renner
Ganze Arbeit hat dieser Specht geleistet. Ob es ein Buntspecht, ein Schwarzspecht oder doch ein Dreizehenspecht war, konnte nicht ganz geklärt werden. - Foto: Dieter Renner
Ein typischer Schmetterling der Waldränder und Lichtungen: ein Waldbrettspiel-Falter - Foto: Dieter Renner
Ein typischer Schmetterling der Waldränder und Lichtungen: ein Waldbrettspiel-Falter - Foto: Dieter Renner
Welche Schmetterlingsraupen sind das? - Foto: Dieter Renner
Welche Schmetterlingsraupen sind das? - Foto: Dieter Renner
Welche Raupen treten in solchen Ansammlungen auf? - Foto: Dieter Renner
Welche Raupen treten in solchen Ansammlungen auf? - Foto: Dieter Renner

 

Diese Schmetterlingsraupen an einem Vogelbeerbaum führten zu erheblichen Bestimmungsschwierigkeiten und zu einem eigenen Homepageartikel. Klicken Sie hier!

 

 

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