Naturpädagogen erforschen Wasserfloh und Co

Jede Menge Insektenlarven, Käfer und Schnecken blieben in den Keschern hängen, mit denen die angehenden Naturpädagogen die Tierwelt eines Tümpels erkundeten. Foto: Susanne Götte
Jede Menge Insektenlarven, Käfer und Schnecken blieben in den Keschern hängen, mit denen die angehenden Naturpädagogen die Tierwelt eines Tümpels erkundeten. Foto: Susanne Götte

 

 

Rein in die Wathosen und raus in den Fluss, hieß es am vergangenen Wochenende für 17 angehende Naturpädagogen aus Bayern und Sachsen. Im Rahmen der Weiterbildung "Natur und Pädagogik" verbrachten sie ein Wochenende im LBV-Zentrum Mensch und Natur in Nößwartling bei Arnschwang. Unter der Leitung von Markus Schmidberger vom Landesbund für Vogelschutz (LBV) erforschten sie das "nasse Element". Beim Keschern im Tümpel und im Flüsschen Chamb entdeckten die Teilnehmer die Welt von Wasserfloh und Co. Die Vielfalt des Lebens selbst im kleinsten Wassertropfen wurde im Anschluss daran unter dem Mikroskop sichtbar: Die Naturpädagogen in spe waren begeistert über die winzigen Lebewesen in den verschiedensten Farben und Formen.

Im Labor des Umweltzentrums „Mensch und Natur“ in Nößwartling untersuchten die Teilnehmer die Wasserqualität des Flusses Chamb. Foto: Susanne Götte
Im Labor des Umweltzentrums „Mensch und Natur“ in Nößwartling untersuchten die Teilnehmer die Wasserqualität des Flusses Chamb. Foto: Susanne Götte

 

 

Referent Markus Schmidberger machte die Teilnehmer mit den Wasserbewohnern direkt vor der Haustür des LBV-Zentrums "Mensch und Natur" bekannt: Köcherfliegenlarven und Prachtlibellen, Eisvogel und Teichmuschel. Dabei setzten sich die angehenden Naturpädagogen auch mit den unterschiedlichen Ansprüchen auseinander, die Mensch und Tier an ein Gewässer haben. "Eingeschwemmter Dünger aus der Landwirtschaft und eine intensive Freizeitnutzung beeinflussen das sensible Gleichgewicht in unseren Gewässern", so Markus Schmidberger. "Manche Tiere sorgen immer wieder für Schlagzeilen. Zum Beispiel der Biber. Für Landwirte und Angler ist der tierische Baumeister häufig ein "Feindbild", berichtete er. Andere schätzten hingegen das größte einheimische Nagetier als Gestalter neuer Lebensräume: "Denn wenn ein Biber Bäume fällt, dann schafft er nicht nur Lebensraum für sich selbst. Er bereichert die Struktur eines Flusses und bietet zum Beispiel Jungfischen Plätze, an denen sie sicher vor ihren Fressfeinden sind."

 

 

 

Die Teilnehmer lernten jedoch nicht nur die Biologie einiger Wasserbewohner kennen. Sie probierten auch Spiele und Methoden aus, um Kinder und Jugendliche für die Natur zu begeistern. "Der Wasserkreislauf oder die Zusammenhänge in einem Ökosystem lassen sich auf diese Weise gut veranschaulichen", erläuterte Kursleiterin Susanne Götte aus Wernberg-Köblitz das Konzept.

Für die Teilnehmer ein wichtiger Pluspunkt der berufsbegleitenden Weiterbildung, die das Evangelische Bildungswerk in Regensburg organisiert. An 13 Wochenenden werden die Teilnehmer fit gemacht für die Umweltbildung mit Kindergartenkindern, Schulklassen oder Seniorengruppen. Kooperationspartner bei "Natur und Pädagogik" ist der Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V. Das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz unterstützt dieses in Ostbayern einmalige Angebot.

Bericht: Susanne Götte

 

 

Weitere Informationen gibt es unter www.ebw-regensburg.de/naturpaedagogik.          

 

 

Rein in die Wathosen und raus in den Fluss hieß es für die Teilnehmer der Weiterbildung „Natur und Pädagogik“. Markus Schmidberger (4. von rechts) brachte den Teilnehmern die Tier- und Pflanzenwelt dieses Ökosystems näher. Foto: Susanne Götte
Rein in die Wathosen und raus in den Fluss hieß es für die Teilnehmer der Weiterbildung „Natur und Pädagogik“. Markus Schmidberger (4. von rechts) brachte den Teilnehmern die Tier- und Pflanzenwelt dieses Ökosystems näher. Foto: Susanne Götte
© Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.
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