Luchse wurden erschossen

Foto: PI Bad Kötzting
Foto: PI Bad Kötzting

 

Das Gutachten des Leibnitz-Institutes für Zoo- und Wildtierforschung liegt vor. Dort wurden die vier Mitte Mai im Lamer Winkel provokativ in der Nähe einer Fotofalle abgelegten Luchsläufe untersucht.

Folgende Ergebnisse können dem Gutachten entnommen werden:

Es handelt sich um die Überreste von zwei Tieren.

Die beiden Luchse gehörten zur Gattung des Europäischen Luchses.

Sie haben nicht in Gefangenschaft, sondern in freier Wildbahn gelebt. Das haben Untersuchungen des Felles und der Krallen ergeben.

Es handelte sich um ein männliches und um ein weibliches Tier.

Einem der beiden Tiere wurde zweimal in die Läufe geschossen. Daran ist der Luchs aber nicht gestorben. Trotz der Verletzungen konnte er wohl noch fliehen. Die Verletzungen waren bereits vernarbt.

Beim zweiten Tier konnten keine Schussverletzungen an den Läufen gefunden werden. "Allerdings", so Oberstaatsanwalt Ziegler, "könnten die beiden Luchse auch an anderen Körperteilen angeschossen worden sein."

Genauere Rückschlüsse auf den Todeszeitpunkt können aus den Schusswunden nicht abgeleitet werden.

"Durch das Gutachten hat sich der Verdacht, dass es sich um eine Straftat handelt, erhärtet. Wenn es sich um ein und denselben Täter handelt, besitzt dieser auf jeden Fall eine Schusswaffe - legal oder illegal" sagt Oberstaatsanwalt Ziegler. Die Ermittlungen gegen Unbekannt wegen des Verdachts auf Jagdwilderei sowie wegen Verstößen gegen das Bundesnaturschutzgesetz und das Tierschutzgesetz gehen weiter. Auch die vom Bayerischen Umweltministerium ausgesetzte Belohnung von 10.000€ für Hinweise, die zur Ergreifung des oder der Täter führen, bleibt bestehen.

© Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.
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