Kommt es zu einem Prozess?

Die widerrechtliche Tötung von Luchsen im gesamten Bayerischen Wald und vornehmlich im Lamer Winkel beschäftigt die LBV-Kreisgruppe nun schon seit vielen Jahren. Wie es scheint konnte nun endlichen ein Schulder gefunden werden. - Foto: Dieter Renner
Die widerrechtliche Tötung von Luchsen im gesamten Bayerischen Wald und vornehmlich im Lamer Winkel beschäftigt die LBV-Kreisgruppe nun schon seit vielen Jahren. Wie es scheint konnte nun endlichen ein Schulder gefunden werden. - Foto: Dieter Renner

 

 

28.02.2019 - Darauf hat die LBV-Kreisgruppe nun wirklich schon sehr lange gewartet und auch mehrfach bei der Staatsanwaltschaft in Regensburg nachgefragt. Aber endlich tut sich etwas in der Angelegenheit "Widerrechtliche Tötungen von Luchsen im Lamer Winkel".

 

Gegen einen 53-jährigen Jäger aus Lohberg wird Anklage erhoben. Bei einer Hausdurchsuchung im Dezember 2016 wurden abgetrennte Luchsohren und Luchspfoten sichergestellt. Außerdem wurden mit einem Nachtsichtzielgerät und einem Wurfstern zwei nach dem Jagdgesetz verbotene Waffen aufgefunden. Auch Spuren an Lebendfallen, die in einem nahen Waldgebiet entdeckt wurden, weisen auf den Beschuldigten hin.

 

In Teilbereichen wurden die Untersuchungen eingestellt. So konnte nicht bewiesen werden, dass der Beschuldigte für die Tötungen der beiden Luchse Leo und Leonie und das Ablegen der abgeschnittenen vier Luchspfoten in der Nähe einer Wildtierkamera verantwortlich ist. Insofern gilt hier die Unschuldsvermutung. Auch die Tötung des Luchses, von dem Pfoten und Ohren bei der Hausdurchsuchung zum Vorschein kamen, konnte nicht zweifelsfrei bewiesen werden. In Naturschutzkreisen fragt man sich allerdings dann schon, wie diese Teile dann auf das Anwesen kamen.

 

Ob es nun wirklich zu einem Gerichtverfahren kommt, muss noch von einem Richter des Chamer Amtsgerichts geprüft und entschieden werden.

 

Dass die Aufklärung der widerrechtlichen Luchstötungen nicht nur für die LBV-Kreisgruppe von großer Bedeutung ist, sondern auch die breite Öffentlichkeit ein großes Interesse daran hat, zeigt die diesbezügliche Berichterstattung in den örtlichen und überörtlichen Medien. So nimmt sich die Kötztinger Zeitung in ihrer Ausgabe vom 27.02.2019 gleich in zwei Artikeln dieses Themas an. Die LBV-Kreisgruppe bedankt sich einmal mehr, dass uns die beiden Artikel zur Veröffentlichung auf unserer Homepage zur Verfügung gestellt wurden.

 

 

 

Berichte zur Anklageerhebung in der Kötztinger Zeitung!

 

Klicken Sie auf den Bericht, um ihn zu vergrößern!

Bericht in der Kötztinger Zeitung vom 27.02.2019 - Regionalteil Bad Kötzting
Bericht in der Kötztinger Zeitung vom 27.02.2019 - Regionalteil Bad Kötzting
Bericht in der Kötztinger Zeitung vom 27.02.2019 - überregionaler Teil
Bericht in der Kötztinger Zeitung vom 27.02.2019 - überregionaler Teil

 

 

Auch der Ostbayerischen Regional-Fernsehsender TVAktuell, der sich immer wieder nuturschutzrelevanten Themen annimmt, hat den zuständigen Oberstaatsanwalt Dr. Markus Pfaller von der Staatsanwaltschaft Regensburg zum aktuellen Stand befragt und einen Bericht dazu gesendet. Klicken Sie hier!

 

 

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