Beeindruckende Landschaften, überwältigender Pflanzenreichtum, Felsenmalereien

Dr. Zielonkowski weckte bei seinen Zuhörern die Lust auf eine Marokko-Reise. - Foto: Dieter Renner
Dr. Zielonkowski weckte bei seinen Zuhörern die Lust auf eine Marokko-Reise. - Foto: Dieter Renner

 

 

10.11.2019 - Etwa die Hälfte der Besucher im vollbesetzten Großen Saal des LBV-Zentrums "Mensch und Natur" war schon einmal in Marokko, die andere Hälfte zieht eine Urlaubsreise in diesen nordafrikanischen Staat zumindest in Erwägung. Damit wurde bereits zu Beginn der Veranstaltung deutlich, warum der Vortrag von Dr. Wolfgang Zielonkowski ein so großes Interesse fand.

 

Der Referent, ein profunder Kenner der Flora der nordafrikanischen Länder von Ägypten bis Marokko war in seinem Berufsleben als Diplombiologe Direktor der Bayerischen Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege in Laufen. Seit nunmehr 27 Jahren lebt er in Hohenwarth und genießt dort seinen Ruhestand. Schon im vergangenen Jahr referierte er an gleicher Stelle über Algerien, in diesem Jahr brachte er seinen Zuhörern den Reichtum Marokkos an Natur und Landschaft nahe.

 

Zu Beginn seines Vortrags stellte Dr. Zielonkowski das Königreich Marokko kurz vor. Es ist etwa um ein Drittel größer als die Bundesrepublik, hat aber nicht einmal die Hälfte der Einwohnerzahl Deutschlands.

Die Flora Marokkos umfasst über 4200 Arten, darunter 900 endemische Arten, die ausschließlich hier vorkommen. Damit gehört das Land zu den floristisch reichsten Regionen der Welt. Ursächlich dafür sind die sehr unterschiedlichen landschaftlichen Großräume: Die Mittelmeer- und Atlantikküste im Norden und Westen, die Gebirgsregionen mit dem Atlasgebirge und die Wüstenbereiche am Sahararand. Die höchste Erhebung des Landes ist der Toubkal im Hohen Atlas mit 4165m. Auch die klimatischen Gegebenheiten differieren in besonderer Weise. Vom ausgewogenen Mittelmeer- und Atlantikklima bis zum extremeren Steppen- und Wüstenklima ist alles vorhanden.

 

Die Reise durch Marokko begann in Agadir an der Atlantikküste, führte durch die Wüstengebiete am Sahararand, über das Atlas-Gebirge, und schließlich über Casablanca und Marrakesch zurück nach Agadir. Es gelang dem Referenten, die vielen sehr unterschiedlichen, aber umso beeindruckenderen Landschaften den Zuhörern nahezubringen. Immer wieder ging er auf die Flora des Landes ein und stellte besondere Pflanzen vor. Hochinteressante Bilder von Felsenmalereien aus vergangenen Epochen ergänzten die Eindrücke. Kurzum: Bei den Zuhörern durfte der Wunsch nach einer Marokko-Reise deutlich gestiegen sein.

 

 

Marokkos Reichtum an Natur und Landschaft - Foto: Dr. Wolfgang Zielonkowski
Marokkos Reichtum an Natur und Landschaft - Foto: Dr. Wolfgang Zielonkowski
Atlaszedern am Col du Zad - Foto: Dr. Wolfgang Zielonkowski
Atlaszedern am Col du Zad - Foto: Dr. Wolfgang Zielonkowski
Steppenlandschaft im Anti-Atlas auf einer Höhe von 1600m - Foto: Dr. Wolfgang Zielonkowski
Steppenlandschaft im Anti-Atlas auf einer Höhe von 1600m - Foto: Dr. Wolfgang Zielonkowski
Dünen im Erg Chebbi Erfoud - Foto: Dr. Wolfgang Zielonkowski
Dünen im Erg Chebbi Erfoud - Foto: Dr. Wolfgang Zielonkowski
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