Noch nie zählten mehr Menschen mehr Vögel

 

Die Kreisgruppe Cham des Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) freut sich über die große Beteiligung an der "Stunde der Wintervögel". Im Landkreis Cham waren es über 500 Teilnehmer mit über 12.000 gezählten Vögeln. Insgesamt waren es in Bayern 23.000 Teilnehmer und fast 700.000 gezählte Vögel.

 

 

Feldsperling im Landkreis auf Platz 1

 

 In Bayern sicherte sich die Kohlmeise den Spitzenplatz der Beobachtungen im Rahmen der Zählung. Nicht so im Landkreis Cham. Hier ist der Champion wie auch schon in den Jahren zuvor der Feldsperling. Auf Platz 2 folgt dann die Kohlmeise und als Dritter flog der Haussperling über die Ziellinie.

Die immer noch stark gegliederte Landschaft im Landkreis scheint dem Feldsperling zumindest ein wenig den Rücken freizuhalten. Insgesamt nehmen seine Bestände bayernweit jedoch ab. Rund 20% weniger Feldsperlinge tschilpen durch Bayern, was den geselligen Vogel auf die Vorwarnliste gebracht hat - eine Einstufung kurz vor der Gefährdung.

 

 

 

Platz 1 im Landkreis: der Feldsperling - Foto: Dieter Renner
Platz 1 im Landkreis: der Feldsperling - Foto: Dieter Renner
Platz 1 in Bayern: die Kohlmeise - Foto: Dieter Renner
Platz 1 in Bayern: die Kohlmeise - Foto: Dieter Renner
Wie im Vorjahr belegte der Haussperling Platz 3 - Foto: Dieter Renner
Wie im Vorjahr belegte der Haussperling Platz 3 - Foto: Dieter Renner
 
Nahezu eine Verdoppelung der Beobachtungen beim Vogel des Jahres, dem Stieglitz - Foto: Dieter Renner
Nahezu eine Verdoppelung der Beobachtungen beim Vogel des Jahres, dem Stieglitz - Foto: Dieter Renner

Für ein erfreuliches Ergebnis sorgte der Stieglitz. Der Vogel des Jahres landete bayernweit auf Platz 13 und im Landkreis Cham auf Platz 14. Er wurde auffallend öfter als in den Jahren zuvor gezählt, was fast zu einer Verdopplung der Beobachtungen führte. Scheinbar war das trockene Brutjahr 2015 sehr erfolgreich.

Invasion des Erlenzeisigs

Invasion der Erlenzeisige - Foto: Dieter Renner
Invasion der Erlenzeisige - Foto: Dieter Renner

 Der Beobachtungsstar war aber einer unserer kleinsten Singvögel - der Erlenzeisig. Eine Invasion dieser Vogelart aus Nord- und Nordosteuropa führte in Bayern zu flächendeckenden Beobachtungen. Der kleine gelbgrün-gestreifte Vogel, der auch bei uns brütet , schaffte es in manchen Gegenden, vor allem in Südbayern auf Platz drei.

 

Als Besonderheit sind sicherlich die Beobachtungen von Staren, Mönchsgrasmücken, Bachstelzen und Hausrotschwanz zu sehen. Die milden Winter veranlassen scheinbar immer mehr dieser Zugvögel unsere Breiten nicht zu verlassen und den gefährlichen Vogelzug gegen eine Überwinterungschance zu tauschen.

Verändertes Zugverhalten auf Grund der milden Winter - beim Star - Foto: Dieter Renner
Verändertes Zugverhalten auf Grund der milden Winter - beim Star - Foto: Dieter Renner
bei der Mönchsgrasmücke - Foto: Dieter Renner
bei der Mönchsgrasmücke - Foto: Dieter Renner
bei der Bachstelze - Foto: Dieter Renner
bei der Bachstelze - Foto: Dieter Renner
und beim Rotkehlchen - Foto: Dieter Renner
und beim Rotkehlchen - Foto: Dieter Renner
Zentraler Platz für die Vogelbeobachtung: das Futterhäuschen - Foto: Dieter Renner
Zentraler Platz für die Vogelbeobachtung: das Futterhäuschen - Foto: Dieter Renner

 

Zentraler Platz für die Beobachtung ist und bleibt die Winterfutterstelle im Garten. Hier tummeln sich bei den meisten Beobachtern die gefiederten Freunde. Ein Platz also, der das Herz des Vogelbeobachters beglückt. Und nicht nur das, hilft er doch auch dem LBV im Rahmen dieses Bürgerforschungsprojektes regelmäßig einen Überblick über die Vogelarten im Winter in bayerischen Gärten zu erhalten.

Die Kreisgruppe Cham des LBV möchte sich hiermit ausdrücklich bei allen Beobachtern herzlich bedanken.

 

 

 

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