Das LBV-Zentrum fest in Händen von schottischen Mittelalter-Clans

Ein Bericht von Monika Kammermeier aus der Mittelbayerischen Zeitung / Bayerwaldecho / Kötztinger Umschau

Einen Tag lang verwandelte sich das Gelände des LBV-Zentrums ins Schottland von früher. Bei Klängen von Pipe und Drum wurden Kilts gewickelt.

Lagerleben - Foto: Mittelaltergruppe
Lagerleben - Foto: Mittelaltergruppe

Mit den Clans das Mittelalter entdecken

 

19.05.2016 Die schottischen Mittelalter-Clans Mac Draigh und Mac Dohl haben am Sonntag das LBV-Zentrum zurück in ein anderes Zeitalter versetzt. An verschiedenen Stationen erfuhren Kinder von sechs bis 13 Jahren, wie das Leben damals und speziell bei den Schotten so war. Die Clan-Chefs Tisi Mac Draigh und Chris Mac Dohle sowie Chef-Trainer Hans Vogl mit Frau Tina hatten sich mit dem LBV in Verbindung gesetzt und die Aktion auf die Beine gestellt. Die Familie Vogl ist sowohl beim LBV aktiv als auch bei einem schottischen Clan. Die schottischen Mittelalter-Clans sind Vereinigungen und bestehen etwa seit zehn Jahren.

 

Die Muster sind wichtig

Die Muster der Kilts - ist eine gewickelte Decke als Kleidung - sind dabei die Erkennungsmarken der Clans. - Foto: Monika Kammermeier
Die Muster der Kilts - ist eine gewickelte Decke als Kleidung - sind dabei die Erkennungsmarken der Clans. - Foto: Monika Kammermeier
Ein Mädchen ließ sich in einen Kilt wickeln. - Foto: Monika Kammermeier
Ein Mädchen ließ sich in einen Kilt wickeln. - Foto: Monika Kammermeier

 

 

50 Kinder waren angemeldet, die meisten erschienen in mittelalterlicher Kleidung oder ließen sich später in einen Kilt wickeln. Der Kilt oder "Bolted plaid" ist eine gewickelte Decke, erklärten die Mac Dohles. Der Stoff ist aus 100-prozentiger Schurwolle und könne nach den Vorgaben von Clans gewoben werden. Die Muster sind dabei die Erkennungsmarken der Clans. Die Farben haben ihre Bedeutung. Rot etwa steht für Königstreue und Gold für die Abstammung von den Wikingern. Der Stoff wird aus Schottland importiert, Ein großer Kilt kostet etwa 400 Euro. Ein Mädchen ließ sich in einen Kilt wickeln; als einzige Befestigung waren eine Schnur und eine Fibel vorgesehen.

Chef Chris Mac Dohle erklärte, dass Schottland von England eingenommen und unterdrückt wurde. Die Schotten durften etwa keine Waffen besitzen. So entwickelten sich die sportlichen Wettkämpfe; diese Zeit war die Geburtsstunde der Highländ Games. Die gibt es übrigens auch als Bayerische Meisterschaft. Dabei geht es darum, Geschicklichkeit und Kraft zu beweisen. Kindgerecht boten die Clans verschiedene Stationen an, an denen die Mädchen und die Buben solche Spiele erleben konnten.

 

 

 

Kub und Holzschwerter

Die Kinder versuchten mit Ringen und Hufeisen einen in die Erde getriebenen Stock zu treffen. - Foto: Monika Kammermeier
Die Kinder versuchten mit Ringen und Hufeisen einen in die Erde getriebenen Stock zu treffen. - Foto: Monika Kammermeier
Besonders den Buben gefielen die Kub-Spiele. - Foto: Monika Kammermeier
Besonders den Buben gefielen die Kub-Spiele. - Foto: Monika Kammermeier
Bei der Station Handwerk fertigten die Mädchen und Buben Lederbeutel und Abdeckungen für einen Becher. - Foto: Monika Kammermeier
Bei der Station Handwerk fertigten die Mädchen und Buben Lederbeutel und Abdeckungen für einen Becher. - Foto: Monika Kammermeier
In der Zeltküche durften sie beim Kochen einer Suppe helfen. - Foto: Monika Kammermeier
In der Zeltküche durften sie beim Kochen einer Suppe helfen. - Foto: Monika Kammermeier
In der Kappenschule erlebten Buben wie Mädchen die Disziplin der Schwertführung. - Foto: Monika Kammermeier
In der Kappenschule erlebten Buben wie Mädchen die Disziplin der Schwertführung. - Foto: Monika Kammermeier
Zwei Musiker gingen mit Drums und Pipe herum. - Foto: Monika Kammermeier
Zwei Musiker gingen mit Drums und Pipe herum. - Foto: Monika Kammermeier

 

 

Besonders den Buben gefielen die Kub-Spiele, ein schottisches Schach. Dabei wirft man mit Stöcken nach Klötzen. Es gehr darum, den "König" und das "Volk" zu treffen. Bei den Highland-Games ging es um Geschicklichkeit. Dabei versuchten die Kinder, mit Ringen und Hufeisen einen in die Erde getriebenen Stock zu treffen. Bei der Station Handwerk fertigten die Mädchen und Buben Lederbeutel und Abdeckungen für einen Becher. In der Zeltküche durften sie beim Kochen einer Suppe helfen. In der Kappenschule erlebten Buben wie Mädchen die Disziplin der Schwertführung. "Und Hieb" hieß das Kommando von Andrew und Heiko Mac Dohle. Dann sausten die Holzschwerter in die vorgegebenen Richtungen, und der andere wehrte sie so gut wie möglich ab.

Zwei Musiker gingen mit Drums und Pipe herum. Die Pipes hatten früher die Aufgabe, beim Marschieren den Takt zu halten und natürlich sollten sie auch Furcht einflößen durch ihre Lautstärke. Die Pipes kommen aus dem schottischen Hochland.

Erlös geht an den LBV

Albert Blab flocht Körbe aus Weidenzweigen. - Foto: Monika Kammermeier
Albert Blab flocht Körbe aus Weidenzweigen. - Foto: Monika Kammermeier
Die Familie Siebenhörl verkaufte im LBV-Laden. - Foto: Monika Kammermeier
Die Familie Siebenhörl verkaufte im LBV-Laden. - Foto: Monika Kammermeier

 

 

Daneben gab es noch Albert Blab, der die Körbe flocht und die Familie Siebenhörl, die im LBV-Laden verkaufte. Sohn Julian hatte draußen einen Stand mit Mittelalterwaren. Die Imker haben ihre Bienen auf der Thratinsel, wo der schottische Mittelaltertag stattfand. Alois Macht vom Imkerverein Arnschwang verkaufte darum Honig und Honigwaren. Im Cafe war für Getränke und Häppchen gesorgt, am Grill bekamen die Hungrigen Steaks und Würstchen.

Monika Kerner vom Landesbund für Vogelschutz sagte: " Das Schöne an der Aktion ist, dass alles so gut zusammenpasst, und der LBV seinen Umweltgedanken weitergeben kann." Der gesamte Erlös des schottischen Mittelaltertages mit den Clans Mac Draigh und Mac Dohle geht an den Landesbund für Vogelschutz.

 

 

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