Umweltkriminalität im Bereich des Höllensteinsees

 

30.04.2018 - Hört denn das nie auf? Jetzt wurde auch im Bereich des Höllensteinsees im Landkreis Regen ein toter Greifvogel aufgefunden. Mittlerweile haben Laboruntersuchungen zweifelfrei ergeben, dass auch er mit Carbofuran vergiftet wurde.

 

Nach den elf Greifvogeltötungen in einem Jagdrevier bei Cham-Tasching und der Tötung eines Mäusebussards bei Waldmünchen schwappt das Umweltdelikt nun offensichtlich auch in den Landkreis Regen über. Die Vermutung von unserem Geschäftsstellenleiter Markus Schmidberger, in einem Presseartikel der Kötztinger Zeitung vom 1. Februar 2018 festgehalten, dass es sich hier um eine regelrechte Gäng handeln könnte, die sich über die beste Vorgehensweise austauscht und möglicherweise auch das Gift weiterreicht, scheint sich zu bestätigen.

 

Zur Erläuterung: Carbofuran ist ein hochtoxisches Kontaktgift, das seit 2007 verboten ist. Schon der Besitz allein ist strafbar.

 

Da man davon ausgehen muss, dass im Höllensteinseebereich weitere vergiftete Greifvögelköder ausgelegt wurden, wandte sich das Landratsamt Regen in einer Pressemeldung an die Bevölkerung. Es wurde geraten, nichts Verdächtiges anzufassen, vor allem Kadaver und tote Tiere nicht zu berühren, sondern der Polizeidienststelle Viechtach zu melden. Zudem sei es ratsam, in diesem Bereich Hunde an der Leine zu führen.

 

 

© Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.
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