Unsere Igelbeauftragte Antje Weichmann weist auf Gefahren durch Gartengeräte und Mähroboter hin.

 

Der Sommer birgt für die Igel sehr viele Gefahren. In dieser Jahreszeit kommen oft schwer verletzte Tiere in die Igelstation. Große und kleine Wunden verursacht durch Gartenwerkzeuge! Aufgeschlitzt durch Tellersensen oder Fadenschneider, skalpiert durch Mähroboter, abgetrennte Pfoten oder Beinchen, tiefe Wunden am Kopf oder Rücken durch Harken.

 

 

Auch wenn sie nur sehr schwer erträglich sind, können wir Ihnen diese Bilder nicht vorenthalten: Igelverletzungen durch Tellersense, Fadenschneider oder Mähroboter - Foto: Steffi Riemer
Auch wenn sie nur sehr schwer erträglich sind, können wir Ihnen diese Bilder nicht vorenthalten: Igelverletzungen durch Tellersense, Fadenschneider oder Mähroboter - Foto: Steffi Riemer
Foto: Steffi Riemer
Foto: Steffi Riemer
Foto: Steffi Riemer
Foto: Steffi Riemer

 

 

Für diese Tiere bleibt meist nur noch der Weg der Euthanasie.

 

Wenn ein Igel verletzt wird, kommt er nicht schreiend aus seinem Versteck! Sie ertragen den Schmerz leise! Bis sie gefunden werden, sind meist schon schlimme Infektionen in den Wunden oder die Schmeißfliegen haben bereits tausende Eier in die Wunde und auf den Igel gelegt. Aus diesen Eiern schlüpfen innerhalb 24-48 Stunden Maden, die sich sofort ins Innere des lebenden Tieres fressen oder in Körperöffnungen kriechen.

 

Ein tagaktiver Igel braucht immer Hilfe!! Es gibt für einen Igel keinen Grund am Tag unterwegs zu sein. Sie sind nachtaktiv, genauso wie die Insekten die sie fressen. Igel liegen auch nicht in der Sonne um sich zu wärmen. Wer also am Tag einen Igel sieht, sollte diesen bitte SOFORT sichern. Sollten auf dem Igel Fliegeneier sein oder sogar Maden ist höchste Eile geboten!

 

 

Sollten auf dem Igel Fliegeneier sein oder sogar Maden ist höchste Eile geboten! - Foto: Antje Weichmann
Sollten auf dem Igel Fliegeneier sein oder sogar Maden ist höchste Eile geboten! - Foto: Antje Weichmann
Foto: Antje Weichmann
Foto: Antje Weichmann

 

 

Bitte wenden sie sich am besten an unsere Igelmama und Igelbeauftragte Antje Weichmann unter: 01590 / 3142697

Sie steht auch immer gerne bei Fragen "Rund um den Igel" zur Verfügung.

 

Bei Gartenarbeiten bitte achtsam sein!! Unter Büschen und bei hohem Gras erst kontrollieren ob ein Igel dort schläft.

Wer auf einen Mähroboter nicht verzichten kann BITTE nur am Tag arbeiten lassen!

 

Unser Igel ist ein streng geschütztes Tier und steht seit 2017 auf der Roten Liste in der Vorwarnstufe. Sie sind vom Aussterben bedroht und jeder kann ein bisschen dazu beitragen, sinnlosen Tod zu vermeiden!

 

Bericht: Antje Weichmann

 

 

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