Peter Zach dokumentiert seltene Singvögel im NSG Regentalaue

 

Dass das NSG Regentalaue in Verbindung mit dem Rötelseeweiherkomplex und dem Schlosspark in Thierlstein nicht nur eine Zufluchtstätte für bedrohte Wasservögel ist, belegt der Gebietsbetreuer Peter Zach mit den Fotos seltener Singvögel und den dazugehörenden Erläuterungen. Dabei beweist der pensionierte Förster auch seine Qualitäten als Tierfotograf.

Bartmeise

Foto: Peter Zach
Foto: Peter Zach

 

Die schilfbewohnende Bartmeise ist in Bayern ein sehr seltener Brutvogel. Im Regental kommt sie gelegentlich im Frühjahr und Spätsommer vor. Am leichtesten ist sie durch ihre auffallenden Rufe zu entdecken, die sich wie ein hartes "psching" anhören.

 

Blaukehlchen

Foto: Peter Zach
Foto: Peter Zach

 

Das Blaukehlchen gehört zu den größten Kostbarkeiten der Regentalaue. Die versteckt lebende Art kommt mit circa 40 Brutpaaren im Gebiet vor. Das Blaukehlchen besiedelt busch- oder röhrichtbestandene feuchte bis nasse Standorte.

 

Drosselrohrsänger

 

Der Drosselrohrsänger braucht zum Überleben intakte, im Wasser stehende Schilfbestände. Im Frühjahr fällt er durch seinen lauten, charakteristischen Gesang auf. Der ausgesprochene Zugvogel kehrt frühestens Mitte April aus seinem Winterquartier in Afrika zurück. Aktuell brüten an den Rötelseeweihern 10 Paare.

 

Foto: Peter Zach
Foto: Peter Zach

Neuntöter

Foto: Peter Zach
Foto: Peter Zach

 

Knapp zehn Brutpaare des Neuntöters kommen im Naturschutzgebiet der Regentalaue vor. Neuerdings profitiert der Rotrückenwürger, wie er auch heißt, vom hohen Insektenangebot in der Rotviehweide bei Untertraubenbach.

 

Goldammer

Foto: Peter Zach
Foto: Peter Zach

 

Die Goldammer zählt zu den häufigsten Singvogelarten der Regentalaue. Sie bewohnt gerne Wegränder, Böschungen und Gelände mit Einzelbäumen und Büschen. Durch das oftmals gedankenlose Mähen der Wegränder und Böschungen während der Brutzeit von Mai bis Juli gehen immer wieder Gelege mit Eiern und Jungvögeln verloren.

 

Schilfrohrsänger

 

Der Schilfrohrsänger brütet bevorzugt in weidenbuschdurchsetzten Schilf- und Seggenbeständen. Die Regentalaue gehört neben dem Ammerseegebiet und dem Donautal zu den wichtigsten Brutplätzen in Bayern. Das von Peter Zach durchgeführte Brutbestandsmonitoring ergab für 2019 den Rekordbestand von 58 Gesangsrevieren.

 

Foto: Peter Zach
Foto: Peter Zach

Schneeammer

Foto: Peter Zach
Foto: Peter Zach

 

Die hochnordische Schneeammer erscheint im Regental nur als Ausnahmegast. Am ehesten kann man sie im Spätherbst auf Schotterwegen finden, wo sie nach Samen von Wegerich- bzw. Knötericharten sucht.

Sommergoldhähnchen

 

Diese heimliche und attraktive Art ist nur schwer zu entdecken und zu fotografieren. Im Schlosspark in Thierlstein brütet das Sommergoldhähnchen in ein bis zwei Brutpaaren. Am ehesten ist die Art durch ihren feinen, leicht ansteigenden Gesang zu finden.

 

 

 

Bilder und dazugehörige Erläuterungen: Peter Zach

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