Biber optimieren den Erlenbruchwald

Biotop Erlenbruchwald - Foto: Dieter Renner
Biotop Erlenbruchwald - Foto: Dieter Renner
Absolute Rarität im Grenzgebiet: Märzenbecher - Foto: Dieter Renner
Absolute Rarität im Grenzgebiet: Märzenbecher - Foto: Dieter Renner

08.03.2016 - Im Bereich der Gemeinde Eschlkam in Grenznähe besitzt der LBV am Ufer eines Baches einen hochinteressanten Erlenbruchwald. Gekauft wurde die Fläche vor allem wegen des Vorkommens der Frühlingsknotenblume (Leucojum vernum), auch Märzenbecher genannt. Ein Blick in den Verbreitungsatlas der Farn- und Blütenpflanzen Bayerns belegt, dass diese Pflanze aus der Familie der Amaryllisgewächse hier den einzigen Standort zwischen Donau, Naab und Tschechischer Grenze hat. Im Bayerischen Wald finden sich lediglich noch einige Standorte östlich der Ilz. Angepachtet wurde die Fläche bereits 1986. Immer wenn sich die Möglichkeit ergab, Flächen preisgünstig zu erwerben, griff der LBV zu. Mittlerweile gehören unserem Verband schon fast 2 Hektar. Somit sind schon größere Bereiche des Gebietes nachhaltig für Naturschutzbelange gesichern. Diese Vorgehensweise ist an dieser Stelle auch für die Zukunft geplant.

 

So optimiert der Biber die Fläche, wenn man ihn nur lässt. - Foto: Dieter Renner
So optimiert der Biber die Fläche, wenn man ihn nur lässt. - Foto: Dieter Renner
Der Biber, ein Lebensraumgestalter - Foto: Markus Gläßel
Der Biber, ein Lebensraumgestalter - Foto: Markus Gläßel

Regelmäßige Zählungen der blühenden Frühlingsknotenblumen belegen, dass sich die Pflanze an diesem Standort immer weiter ausbreitet. Bei der letzten Zählung im März 2016 konnten nahezu 17.000 blühende Märzenbecher erfasst werden. Einen wesentlichen Grund für die sehr erfreuliche Ausbreitung der geschützten Pflanze (Rote Liste 3) sehen die LBVler in der regen Bautätigkeit der Biber. Die Art und Weise, wie diese Nager die Fläche bearbeiten und umgestalten, lässt das Herz eines jeden Naturschützers höher schlagen. Eine Biberburg gewaltigen Ausmaßes, ein Damm, der für eine immer weiter gehende Vernässung der Fläche sorgt und unzählige gefällte Bäume, zeigen, wie der Biber eine Fläche für Naturschutzbelange optimieren kann, wenn man ihn nur lässt. Die positiven Auswirkungen in Form von einer deutlichen Zunahme der Arten- und Individuenzahl von Libellen, Amphibien und Vögeln sind ja bereits belegt. (LBV-Zeitschrift Vogelschutz, Ausgabe 1/2016)

 

 

 

Er war schon vor dem Biber da: der Fischotter - Foto: Markus Gläßel
Er war schon vor dem Biber da: der Fischotter - Foto: Markus Gläßel

Dass sich auch der Fischotter in so einem Biotop sehr heimisch fühlt, ist dann natürlich selbstverständlich.

 

 

 

Impressionen aus dem Märzenbecherwald

 

 

Biberburg - Foto: Dieter Renner
Biberburg - Foto: Dieter Renner
Biberdamm - Foto: Dieter Renner
Biberdamm - Foto: Dieter Renner
Foto: Dieter Renner
Foto: Dieter Renner
Foto: Dieter Renner
Foto: Dieter Renner
Frühlingsknotenblumen .... - Foto: Dieter Renner
Frühlingsknotenblumen .... - Foto: Dieter Renner
.... oder auch Märzenbecher genannt - Foto: Dieter Renner
.... oder auch Märzenbecher genannt - Foto: Dieter Renner
Foto: Dieter Renner
Foto: Dieter Renner
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