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Vorneweg

 

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Herzlich Willkommen bei der LBV Kreisgruppe Cham

 

Die Kreisgruppe Cham des LBV setzt sich für den Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen ein. Wir wollen mit Sachverstand und Augenmaß den Naturschutz lokal voran bringen und dadurch ein Mit-und Nebeneinander von Mensch und Natur fördern- Verbunden mit ein breitgefächertes Angebot Umweltbildung.

 

 

(Foto: Mühlbauer A. und H.)
(Foto: Mühlbauer A. und H.)

Wir sind engagiert in allen Bereichen der Natur und der Umweltbildung

Falsche Tierliebe schadet Jungvögeln

 

Finger weg von scheinbar hilflosen Ästlingen - Täuschender Eindruck: Jungvögel brauchen keine Hilfe - Katzen im Haus lassen

 

Zahlreiche Anfragen von besorgten Tierfreunden erreichen derzeit täglich die LBV-Kreisgruppe Cham, wie sie scheinbar verlassenen jungen Vögeln helfen sollen. Der LBV rät: Finger weg! Hilflos wirkendende Jungvögel aufzunehmen ist falsch verstandene Tierliebe. Es schadet den Tieren sogar mehr, als dass es ihnen hilft. Der LBV rät allen Vogelfreunden, die so genannten Ästlinge einfach sitzen zu lassen. Katzenbesitzer, die Jungvögel im Garten haben, sollen ihre Stubentiger wenn möglich für einige Tage im Haus behalten. Weitere hilfreiche Tipps und ein kostenloses Faltblatt bietet der LBV unter www.lbv.de/vogel-gefunden.

 

Bei vielen heimischen Vogelarten läuft derzeit die so genannte Ästlingsphase der Jungen. In diesem Zeitraum sind die Jungvögel noch nicht voll flugfähig hüpfen aber bereits außerhalb des Nests herum. Viele Tierfreunde glauben, rufende Jungvögel seien aus dem Nest gefallen und hilflos und müssten in menschliche Obhut genommen werden. Das ist aber ein folgenschwerer Irrtum. Die jungen Amseln, Meisen und Sperlinge sind in den meisten Fällen besser dort aufgehoben, wo sie gefunden wurden. Tatsächliche Hilfe benötigen befiederte Jungvögel nur, wenn nach zwei bis drei Stunden immer noch keine Altvögel in ihrer Nähe zu sehen sind oder sie deutlich verletzt sind. Ein kurz aufgenommener Jungvogel kann ohne Probleme bei Gefahr durch Katzen oder Verkehr wieder zurück in eine Astgabel am Fundort gesetzt werden. Den Vogel an einen sicheren Platz (Hecke, Baum, dichten Unterwuchs) in der unmittelbaren Umgebung (10 - 20 m) zu setzen kann eine kurzfristige Hilfe sein.Es ist nicht wie bei Säugetieren, Vogeleltern nehmen ihre Brut nach einer kurzen Berührung durch den Menschen wieder an.

Die LBV-Kreisgruppe Cham stellt klar: Jungvögel sind Wildtiere, ihnen darf nur im echten Notfall geholfen werden. Ansonsten ist dies ein Verstoß gegen das Naturschutzgesetz. Als Haustiere sind sie keinesfalls geeignet und die Chance für eine erfolgreiche Aufzucht in menschlicher Obhut ist sehr gering. Wer Hauskatzen besitzt und trotzdem Vogelkinder in seinem Garten haben will, sollte seinen Stubentiger für ein paar Tage zumindest morgens und abends im Haus halten. "Die beste Vogelhilfe ist jedoch ein naturnaher Garten mit abwechslungsreichen, einheimischen Pflanzen, wo sich die Vögel sicher verstecken können."

 

Bei Problemfällen kann man sich gerne an das LBV-Zentrum Mensch und Natur in Nößwartling unter der Telefonnummer 09977-8227 wenden.

 

 

Ferienprogramm: Schottisches Mittelalterlager für Kinder im LBV – Zentrum

 

Wie wurde im Mittelalter gekocht, gelebt, gespielt, gekämpft? Von Freitag, 25. Mai bis Sonntag, 27.Mai können Kinder ein Wochenende lang ins Mittelalterleben eintauchen.

 

Dazu verwandelt sich die Inselwiese des LBV-Zentrums Mensch und Natur in Nößwartling in ein schottisches Mittelalterlager. Bunte Zelte mit allerhand Gerät, Wimpeln, Waffen und Kochstelle weisen den Weg vorbei am Wasserrad und übers Wehr. Der Mittelalterverein ALBARYA lagert in diesen Tagen in der herrlichen Umgebung des LBV-Zentrums und bietet mit seinem Ferienangebot für Kinder von 8 bis 13 Jahren einen spannenden Einblick ins Mittelalterleben und die schottische Kultur samt Highlandgames und allem möglichen Handwerk. Für die angemeldeten kleinen Mittelalterfans bedeutet das von Freitagmittag 13.00 Uhr bis Sonntagmittag 12 Uhr spielen, kochen, handwerken, Feuer machen und vieles mehr in einem richtigen Mittelalterlager! An den Abenden krönen ein knisterndes Lagerfeuer mit Geschichten und Musik und eine spannende Wanderung durch die Nacht die erlebnisreichen Tage. Am Sonntag ab 11 Uhr besteht auch für die abholenden Eltern die Möglichkeit, noch ein bisschen Mittelalterlagerluft zu schnuppern und Kindern und Veranstaltern ein wenig über die Schulter zu schauen.

Wer gerne mitmachen möchte, kann sich unter der Telefonnummer 09977/8227 oder per mail unter cham@lbv.de noch kurzfristig anmelden. Der Unkostenbeitrag beträgt für LBV-Mitglieder 45€, für alle anderen 65 €. In diesem Betrag sind alle Kosten für Verpflegung und Materialien für die kompletten 3 Tage enthalten.

 

 

Foto: LBV
Foto: LBV
Foto: LBV
Foto: LBV
Foto: LBV
Foto: LBV
Foto: LBV
Foto: LBV

Wanderung am „Grünen Band“ – Artenvielfalt im Grenzgebiet Bayern-Tschechien

 

 

Am nächsten Donnerstag, Christi Himmelfahrt, lädt die Kreisgruppe Cham des LBV alle Naturinteressierten zu einer mehrstündigen Wanderung in die Hochlagen des Bayerischen Waldes. Diese Grenzregion bietet für viele hochbedrohte Arten wie Luchs, Auerhuhn und Weißrückenspecht einen wichtigen Lebensraum. Arten, die an den Hochlagenwald besonders angepasst sind und die hier mit der Anwesenheit so mancher Wanderer zurechtkommen müssen. Genau mit dieser Problematik werden sich die Exkursionsteilnehmer auch auseinandersetzen.

 

Der Leiter der Exkursion, LBV-Kreisvorsitzender Karl-Heinz Schindlatz wird mit der Besuchergruppe auf ausgewiesenen Wanderwegen zu den auch von den Auerhühnern genutzten Hochlagengebieten aufsteigen und dabei den Lebensraum vorstellen und über Schutzbemühungen und Bestandsentwicklung dieses beeindruckenden Vogels in der Osserregion informieren. Beispielhaft wird den Teilnehmern das richtige Verhalten im Auerhahnschutzgebiet vorgeführt.

 

Spannend wird es sein, wenn die Spuren anderer Tierarten entdeckt werden. So sollte bei den Exkursionsteilnehmern ein Fernglas im Rucksack nicht fehlen.

 

Treffpunkt und Beginn der Wanderung ist am Donnerstag, 10.Mai um 9.00 Uhr am Wanderparkplatz Helmhof bei Rittsteig. Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung sind erforderlich, das Mitnehmen einer Brotzeit ratsam, da für die Wanderung ca. 4 Stunden eingeplant sind. Der Unkostenbeitrag beträgt für Erwachsene 4 €, für Kinder 1 €, LBV-Mitglieder sind kostenfrei.

 

 

Sowohl der Dreizehenspecht ....... - Foto: Dieter Renner
Sowohl der Dreizehenspecht ....... - Foto: Dieter Renner
.... als auch der Weißrückenspecht haben im Exkursionsgebiet ihren Lebensraum. - Foto: Dr. Christoph Moning
.... als auch der Weißrückenspecht haben im Exkursionsgebiet ihren Lebensraum. - Foto: Dr. Christoph Moning

Bund Naturschutz, LBV und Aktionsbündnis auf Exkursion ins Regental bei Grafenwiesen

 

Der Bund Naturschutz (BN), Kreisgruppe Cham, veranstaltet zusammen mit dem Aktionsbündnis für den Erhalt des Weißen-Regen-Tals und dem Landesbund für Vogelschutz (LBV) am Sonntag, den 29. April um 14 Uhr eine Exkursion ins Regental bei Grafenwiesen. Dieses Tal ist durch Planungen zur Verlegung der Staatsstraße 2140 betroffen. Gemeinsam werden die Schönheiten des Talraumes am Thürnhofer Bach erkundet und ein vom BN neu erworbener Auwald mit Kiesweiher besichtigt.

 

Treffpunkt ist die Regenbrücke Grafenwiesen am Abzweig nach Voggendorf. Die Dauer der Veranstaltung beträgt ca. zwei Stunden. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

 

 

Die Farben Marokkos

Aquarell von Günter Haslbeck
Aquarell von Günter Haslbeck

 

 

Aquarellausstellung von Günter Haslbeck und Reisebericht von Monika Diefenbach

 

Das LBV-Zentrum Mensch und Natur lädt am Sonntag, 6. Mai um 14.00 Uhr alle Kunstinteressierten zur Eröffnung der Aquarellausstellung "Die Farben Marokkos " ein.

 

21 großformatige, farbintensive Bilder erwarten die Besucher.

 

Mehrere Marokkoreisen durch orientalische Städte, Dörfer und wilde Gebirge bis hinein in die Sahara inspirierten den Chamer Künstler Günter Haslbeck zu seinen Aquarellen.

Besondere Erwähnung findet bei dieser Gelegenheit das Projekt "Sahara-Kunstkasterl", das der Künstler vor Ort in diesem nordafrikanischen Land initiiert hat.

 

Ab 16.00 Uhr können sich die Besucher im Lichtbildervortag "Von Marrakesch in die Sahara" auf eine Bilderreise in das Sehnsuchtsland Marokko mitnehmen lassen.

Das quirlige Treiben auf dem Djemal el Fna in Marrakesch, die faszinierende Bergwelt des Atlas und die gigantische Dünenlandschaft der Sahara prägen das Bild dieses Landes.

Monika Diefenbach, eine ausgewiesene Kennerin Marokkos erzählt über das märchenhafte Land, die Menschen und die Natur und gibt auch konkrete Tipps für Reisen in das Land. Die Fotografien stammen von Günter Haslbeck .

Die Eröffnung der Ausstellung findet im großen Vortragsraum des LBV-Zentrums Mensch und Natur, Nößwartling 12, 93473 Arnschwang statt.

 

 

Weiterhin kann die Ausstellung vom 6. bis 27. Mai während der Öffnungszeiten des LBV-Zentrums von Montag bis Freitag von 9.00 - 16.00 Uhr und auch an Sonntagen und Feiertagen von 14.00 bis 17.00 Uhr besucht werden.

 

Ein weiteres Aquarell des Künstlers
Ein weiteres Aquarell des Künstlers

Akrobaten und Jäger der Lüfte

Blaugrüne Mosaikjungfer im Jagdflug - Foto: Klaus Sturm
Blaugrüne Mosaikjungfer im Jagdflug - Foto: Klaus Sturm

 

 

Vom wundersamen Lebenszyklus der Libellen


Die LBV-Kreisgruppe Cham lädt ein

 

Einst wurden sie aus Unwissenheit als "Augenstecher", "Teufelsnadel" oder "Pferdetod" bezeichnet. Heute wissen wir: Libellen sind absolut harmlos und können weder stechen noch vergiften. Im Gegenteil, sie zeigen uns intakte Strukturen in unserer unmittelbaren Nähe an und fressen in ihrem Leben als Fluginsekt Hunderte anderer Insekten. Als Larve leben diese erstaunlichen Insekten bis zu drei Jahre unter Wasser, als fertig entwickelte Libelle nur einige Wochen an Land und in der Luft. Als unscheinbar gefärbte Larve bewegen sie sich nur extrem langsam am Grund von Gewässern, damit sie keinem Fressfeind auffallen. Als farbenprächtige Libelle schwirren sie akrobatisch und mit hoher Geschwindigkeit durch die Luft und vertreiben sogar Vögel aus ihrem Luftraum. Libellen nutzen ihre Flugkunst zur Revierverteidigung, Partnerfindung und Paarung.

 

Der Referent des Abends, Ralph Sturm ist begeisterter Naturfotograf. In seinem Vortrag zeigt er den gesamten Lebenszyklus der Libellen, vom Ei bis zum fertigen Fluginsekt und damit ein unheimlich breites, teils unglaubliches Spektrum an Anpassung und Lebensweisen.

Trotzdem setzen sich die Tiere vielen Gefahren aus und müssen auch gegen ihre natürlichen Feinde und Konkurrenten bestehen. Wie so oft spielt auch der Mensch eine wesentliche Rolle im Werden und Vergehen der Libellen.

 

Die Besucher können sich auf hochprofessionelle Fotos in bestechender Schönheit freuen!

 

Die LBV-Kreisgruppe Cham freut sich sehr, dass sie den exzellenten Referenten Ralph Sturm auch in diesem Jahr für einen Vortrag gewinnen konnte und lädt zu dieser Veranstaltung am Freitag, den 13. April um 19.30 Uhr ins LBV-Zentrum Mensch und Natur nach Nößwartling. Der Unkostenbeitrag für Erwachsene beträgt 4 €, für Kinder 1 €, LBV-Mitglieder sind kostenfrei.

 

 

LBV-Vortrag: Das Liebesleben der Spinnen

Die Wespen- oder Zebraspinne gehört zu den Spinnenarten, bei denen die Männchen die Paarung oft mit dem Leben bezahlen. Warum das so ist und warum die Evolution oft unglaubliche Wege geht ist Teil dieses Vortrags. Ein Vortrag der nicht für schwache Männer geeignet ist. Foto: Ingrid Altmann
Die Wespen- oder Zebraspinne gehört zu den Spinnenarten, bei denen die Männchen die Paarung oft mit dem Leben bezahlen. Warum das so ist und warum die Evolution oft unglaubliche Wege geht ist Teil dieses Vortrags. Ein Vortrag der nicht für schwache Männer geeignet ist. Foto: Ingrid Altmann

 

 

Auf dem Weg zur Paarung überwinden Spinnenmännchen allerhand Hürden. Sie müssen sich den Weibchen als gute Paarungspartner präsentieren und sich ihre eigene Vaterschaft sichern. Balztänze, Brautgeschenke, Keuschheitsgürtel, oder gar der eigene Tod zur Vaterschaftssicherung - all dies lässt sich in der bizarren Welt der Spinnen finden.

Die Referentin des Abends, Dipl. Biologin Katrin Kunz widmet sich dieser Tierklasse, die doch bei so vielen Menschen Furcht auslöst in einem spannenden Vortrag.

 

Die LBV-Kreisgruppe Cham lädt alle LBV-Mitglieder und Naturfreunde sehr herzlich zu diesem Abend über das Liebesleben der Spinnen ein.

Die Veranstaltung findet am nächsten Freitag, den 16. März um 19.30 Uhr im LBV-Zentrum Mensch und Natur in Nößwartling statt. Der Unkostenbeitrag für Erwachsene beträgt 4 €, für Kinder 1 €, LBV-Mitglieder sind kostenfrei.

 

Schon einmal ein paar Bilder für einen kleinen Vorgeschmack auf den Vortrag:

Faszinierende Wesen: Spinne von unten - Foto: Dieter Renner
Faszinierende Wesen: Spinne von unten - Foto: Dieter Renner
Spinne mit Beute - Foto: Dieter Renner
Spinne mit Beute - Foto: Dieter Renner
Spinne von der Seite - Foto: Dieter Renner
Spinne von der Seite - Foto: Dieter Renner
Spinne mit perfekter Tarnung - Foto: Dieter Renner
Spinne mit perfekter Tarnung - Foto: Dieter Renner

Bärengeschichten aus dem Bayerischen Wald

Foto: Dr. Hans Aschenbrenner
Foto: Dr. Hans Aschenbrenner


Von Perlenfischern und Pechschabern - das aufwändige Leben des Adels und von Berufen, die es nicht mehr gibt.

 

Den Adeligen gehörte noch in der Neuzeit die Macht, sie hatten riesige Ländereien, sie pflegten gutes Essen, Tanz und Musik und vor allem die Jagd. Ihre Untertanen mussten für sie arbeiten und für ihren aufwändigen Lebensstil sorgen. So war es auch im Bayerischen Wald.

Im 17. und 18. Jahrhundert erreichte die höfische Jagdkultur einen Höhepunkt. Die Jagd diente als Zeitvertreib und als Vergnügen der aristokratischen Gesellschaft. Hans Aschenbrenner schildert die Jagd, die bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts ein Vorrecht der Adeligen und der hohen Beamten war, er erzählt von den Tieren, die es damals gab, von Bärenjagden auf dem Arber, dem Osser und Kaitersberg und von den aufwändigen Jagden der bayerischen Herzöge, bei denen über 30 Berufsgruppen zur Begleitung gehörten. Die bürgerliche Revolution von 1848 beendete die Feudalherrschaft. Jetzt änderte sich das Recht zu Gunsten aller Bürger.

Damals, also um 1800, musste der Wald nahezu alles liefern, was der Mensch zum täglichen Leben brauchte. Man nennt diese Zeit auch das "Hölzerne Zeitalter". Häusliche Gegenstände und Kleidung wurden selbst gemacht oder Häuselleut verdienten sich mit Holzschuhen, Rechen, Schaufeln, Körben ein Zubrot. Neben Köhlern, Pechschabern, Aschenbrenner, Wiedendrehern und Perlenfischern gab es auch ausgefallene Berufe wie Ameisler, Vogelfänger und Hodernsausammler. Als Floß- und Triftknechte verdienten sich viele Menschen ihren Lebensunterhalt. Waldarbeiter, Glasmacher, Steinhauer, Knechte und Dirnen waren die häufigsten Berufe bei uns im Wald.

 

In seiner unvergleichlichen Art erzählt Dr. Hans Aschenbrenner, belegt mit vielerlei Fotomaterial, vom Leben in alten Zeiten bei uns im Wald. Die LBV-Kreisgruppe Cham lädt sehr herzlich zu diesem besonders heimatkundlich äußerst spannenden Vortrag ein.

 

Die Veranstaltung findet am nächsten Freitag, den 02. März um 19.30 Uhr im LBV-Zentrum Mensch und Natur in Nößwartling statt. Der Unkostenbeitrag für Erwachsene beträgt 4 €, für Kinder 1 €, LBV-Mitglieder sind kostenfrei.

 

Der Luchs in Ostbayern

Der Luchs soll in seiner alten Heimat langfristig wieder sesshaft werden.- Foto: Karl-Heinz Schindlatz
Der Luchs soll in seiner alten Heimat langfristig wieder sesshaft werden.- Foto: Karl-Heinz Schindlatz

 

 

Die neuesten Fakten zur Bestandssituation

 

Vor mittlerweile drei Jahren wurden die abgetrennten Vorderläufe von Leonie und Leon gefunden, ein Höhepunkt der illegalen Wilderei im Bayerischen Wald. Wie geht es unseren Luchsen im Bayerischen Wald jetzt? Der Referent Markus Schwaiger vom Luchsprojekt Bayern (Umweltministerium Bayern und WWF) berichtet kompetent aus erste Hand über die aktuellen Ergebnisse des Luchs- Fotofallenmonitorings und bringt die neuesten Fakten über unsere einzige heimische Großkatzenart.

Durch menschliche Verfolgung wurde der Luchs im 19. Jahrhundert bei uns ausgerottet. Nach seiner Rückkehr droht ihm nun 150 Jahre später erneut das gleiche Schicksal. Schaffen wir es gemeinsam, diese Tragödie im Artenschutz umzukehren?

 

Die LBV-Kreisgruppe Cham lädt alle LBV-Mitglieder und Naturfreunde sehr herzlich zu dieser Informationsveranstaltung über den Luchs ein, besonders auch in der Jagd engagierte Personen, die mit der Thematik befasst sind.

Die Veranstaltung findet am nächsten Freitag, den 23. Februar um 19.30 Uhr im LBV-Zentrum Mensch und Natur in Nößwartling statt. Der Unkostenbeitrag für Erwachsene beträgt 4 €, für Kinder 1 €, LBV-Mitglieder sind kostenfrei.

 

 

Nisthilfen für den Vogel des Jahres

Er ist ein Kulturfolger und nimmt gerne Nisthilfen an: der Star - Foto: Dieter Renner
Er ist ein Kulturfolger und nimmt gerne Nisthilfen an: der Star - Foto: Dieter Renner

 

LBV bittet: Jetzt Wohnungen für den Star aufhängen!

 

Wie sich jeder mit einem Nistkasten den Vogel des Jahres in den Garten holen kann

 

Erste Stare singen bereits und sind aus dem Winterquartier zurück Die ersten bayerischen Stare singen schon und sind zurück aus ihren Winterquartieren im Mittelmeerraum. Der Vogel des Jahres 2018 beginnt nun mit seiner alljährlichen Wohnungssuche. Da die natürlichen Brutplätze, zum Beispiel Spechthöhlen in großen Waldbäumen, immer seltener werden, wurde er zum klassischen Kulturfolger und zog in den Siedlungsraum. Dort hat er sich seiner Umgebung angepasst und nutzt Nistkästen in Gärten und Parks oder Hohlräume an Dächern und Fassaden. Doch auch hier droht ihm der Verlust des Lebensraums durch Bauvorhaben, Sanierungen oder Verkehrssicherungsmaßnahmen. Deshalb ist zur beginnenden Rückkehr der Zugvögel genau jetzt der richtige Zeitpunkt, um Starennistkästen aufzuhängen und sich so den Vogel des Jahres in den Garten zu holen, informiert die LBV-Kreisgruppe Cham.

 

Da es immer weniger natürliche Nisthöhlen für den Star gibt, können Gartenbesitzer dem schillernden Stimmenimitator jetzt ein neues Zuhause bieten. Erhältlich sind Starnistkästen im gutsortierten Fachhandel. Die Staren-Wohnung ist etwas größer als ein Meisenkasten, benötigt ein Einflugloch von 45 Millimetern Durchmesser und sollte keine Sitzstange am Einflugloch besitzen. Eine Sitzstange erleichtert seinen Feinden in die Nisthöhle zu gelangen. Gerne nutzt der talentierte Sänger das Dach seines Hauses auch als eine Künstlerbühne. Wer genügend Platz hat, bringt am besten gleich mehrere Starenkästen in Abständen von ein paar Metern nebeneinander an, denn der amselgroße Singvogel besitzt kein eigentliches Revier, sondern verteidigt lediglich die nähere Nestumgebung.

Hat der Vogel des Jahres einen geeigneten Nistplatz gefunden, beginnt er je nach Witterung ab Februar mit dem Nestbau. Ab März legt das Weibchen bis zu acht hellgrüne bis hellblaue Eier. Nach knapp zwei Woche schlüpfen die Küken. Wer gerne selbst Hand für den Star anlegen möchte, der greift einfach zu Hammer und Säge und baut den Starenkasten selbst. Eine Anleitung und Tipps zur Platzwahl bietet der LBV unter www.lbv.de/star. Dort kann bald auch jeder über eine Webcam den Vogel des Jahres bei der Brut und Aufzucht beobachten.

 

 

Damit möglichst viele Exemplare aus so einem Starenzug bei uns bleiben, benötigen sie Nisthilfen. - Foto: Dieter Renner
Damit möglichst viele Exemplare aus so einem Starenzug bei uns bleiben, benötigen sie Nisthilfen. - Foto: Dieter Renner

Nationalparks in der Wüste Algeriens – Eine Reise von Tamanrasset nach Djanet

Im Tadrart - Foto: Dr. Zielonkowski
Im Tadrart - Foto: Dr. Zielonkowski

 

 

Am nächsten Freitag lädt das LBV-Zentrum Mensch und Natur alle Reisefreudigen und Sonnenhungrigen ein zu einer Reise auf den nordafrikanischen Kontinent.

Unser Reiseberichterstatter ist Dr. Wolfgang Zielonkowski, Dipl.-Biologe und ehem. Direktor der Bayerischen Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege in Laufen und außerdem ein hervorragender Fotograf. Seinen Altersruhesitz hat er im Landkreis Cham in Hohenwarth aufgeschlagen.

Er nimmt uns mit auf eine Reise, die ca. 2000 km südlich von Algier in das Zentrum der Sahara nach Tamanrasset, der südlichsten Oase Algeriens führt.

Von dort aus erkunden wir die grandiose, 60 Millionen Jahre alte Vulkanlandschaft des Hoggargebirges, besteigen den 2900 m hohen Assekrem und besuchen die Eremitage des "Pere de Foucauld". Nordwärts führt der Weg zum Doppelkrater Ouksem und in die vielgestaltigen Granitformationen des Teffedest-Gebirges. Durch die weite, endlose Amadror-Ebene erreichen wir die Dünen des Erg Tihoudaine mit einer Häufung neolithischer Spuren. Dann sehen wir Granitstelen eines erst vor wenigen Jahren entdeckten, prähistorischen Kultplatzes (älter als Stonehenge) in der Afara-Ebene.

Weiter geht es in die kambrischen Sandsteinformationen des Tassili N'Ajjer, die nicht nur beeindruckende, großartige Verwitterungsformen bilden, sondern auch der Welt größte, als UNESCO-Weltkulturerbe ausgewiesene, Freilichtgalerie beherbergen. Tausende Jahre alte Felsmalereien und -gravuren beeindrucken in lebendigen Farben und Formen. Immer wieder treffen wir auf Besonderheiten aus früheren, niederschlagsreicheren Perioden und bestens angepasste Wüstenpflanzen.

 

Sowohl das Hoggargebirge als auch das Tassiligebirge sind ausgewiesene Nationalparke. Wir erkunden einige tief eingeschnittene Queds (Wadis) und Gueltas, deren Grundwasserströme üppiges Pflanzenwachstum und Leben in den Oasen erlauben. In der Oase Iherir staunen wir über die vielen über 15 km langen Gueltas (Wasserbecken), wo 1924 das letzte Krokodil erlegt wurde.

Über ein Nationaldenkmal mit ältesten Gravuren (Rinder, Giraffen, Gazellen, Rhinos, Strauße usw.) erreichen wir die großen Stern-Dünen des Erg d'Admer. Von Djanet aus, wo nochmals die Vorräte aufgefüllt werden, geht es nach Südosten in die großartigen roten Felsen- und Dünenlandschaften des Tadrart. Wenn es lokal vor einigen Wochen geregnet hat können wir die frischgrün aufblühende "Achebflora" der Wüste studieren. Auch hier begegnen wir bestens erhaltenen Felsmalereien aus unterschiedlichen Zeitperioden und beeindruckenden Felsbildungen.

 

Nach einigen Übernachtungen in den Dünen, im "Hotel Tausend Sterne", gelangen wir wieder zurück zur Oase Djanet. Von dort treten wir nach einigen tausend Kilometer Pistenfahrt den Rückflug über Algier und Paris nach München an.

 

Die Besucher dürfen sich auf einen spannenden Reisebericht freuen, der Morphologie, Geologie, Biologie, Botanik und Historie der Zentralsahara näherbringt.


Der Vortrag mit hinreißenden Fotos beginnt am Freitag, den 9.Februar um 19.30 Uhr im LBV-Zentrum Mensch und Natur in Nößwartling.

Der Unkostenbeitrag für Erwachsene beträgt 4 €, für Kinder 1 €, LBV-Mitglieder sind kostenfrei.

 

 

Blick von Assekrem - Foto: Dr. Zielonkowski
Blick von Assekrem - Foto: Dr. Zielonkowski
Sahara-Zypresse - Foto: Dr. Zielonkowski
Sahara-Zypresse - Foto: Dr. Zielonkowski

Schottischer Tag im LBV-Zentrum

Bilderschau über Schottland, traditionelle Live-Musik, Second-Hand-markt und vieles weitere….

Schottland im LBV-Zentrum! - Foto Martina Vogl
Schottland im LBV-Zentrum! - Foto Martina Vogl

 

01.01.2018 - Zu einem Thementag über Schottland lädt der schottisch-bayerische Verein Albarya am kommenden Samstag ins LBV-Zentrum Mensch und Natur nach Nößwartling ein.

 

Den Beginn macht ländertypische schottische Livemusik, dazu gibt es leckeren Kuchen, Kaffee und Getränke (das Whisky-Tasting findet allerdings erst zu späterer Stunde statt!)

Ab 17.00 Uhr erwartet die Besucher dann eine Bilderschau mit Reiseberichten über Schottland.

Daneben ist an verschiedenen kleinen Ständen ein Second-Hand-Markt aufgebaut, wie er in Schottland überall anzutreffen ist. Hier gibt es ein bunt gemischtes Sortiment, ebenso wie den ein oder anderen Handwerksstand mit Selbstgefertigtem wie zum Beispiel brettchengemachten Bordüren in mittelalterlicher Technik oder Gebrauchsgegenstände aus Holz und vieles mehr.

Ergänzt wird das Programm durch eine kleine Tombola, bei der tolle Gutscheine zu gewinnen sind. Die Ziehung der Gewinner ist gegen 20.00 Uhr.

An diesem Nachmittag besteht auch die Möglichkeit, sich über das mittelalterliche Schottenlager zu informieren, das Ende Mai seine Zelte im LBV-Zentrum aufschlägt und an dem Kinder von 8 bis 13 Jahren gerne teilnehmen dürfen. Anmelden kann man sich im LBV-Zentrum unter cham@lbv.de oder per Telefon unter 09977-8227.

Wer neugierig geworden ist, vielleicht selbst eine Reise nach Schottland plant oder sich von der ganz besonderen Atmosphäre dieses Ländertages begeistern lassen möchte ist herzlich zu einem Besuch eingeladen.

Zur Unkostendeckung wird ein Beitrag von 5 € pro Erwachsenem erhoben, Kinder sind herzlich eingeladen und kostenfrei.

Der schottische Tag, der eher ein schottischer Nachmittag und Abend ist, beginnt um 14 Uhr am kommenden Samstag, 03. Februar im LBV-Zentrum Mensch und Natur in Nößwartling.

 

 

Vorhang auf für das Saltamontes Puppet Theater

LBV - Ferienprogramm für Kinder: Die kleine Raupe Immertanz

 

 

Zu einem bezaubernden Theaternachmittag sind alle Kinder und sonstigen Puppentheaterfreunde am Freitag, den 16. Februar ins LBV - Zentrum "Mensch und Natur" nach Nößwartling eingeladen.

 

Am Nachmittag um 15.00 Uhr beginnt die Vorstellung das Saltamontes Puppet Theater mit dem Stück "Die kleine Raupe Immertanz".

 

Jedes Kind ist schon der Raupe Nimmersatt begegnet Aber wer hat schon von der kleinen Raupe Immertanz gehört? Sie ist eine nette, kleine, grüne Raupe mit ein paar gelben Streifen und roten Punkten auf dem Rücken und wohnt in einem besonders schmackhaften Blätterhaus. Da hätte sie wirklich sehr zufrieden sein können, wäre da nicht die Tanzschule gewesen!

Jeden Abend kann sie ganz umsonst die Musik aus der Tanzschule hören. Und weil ihr die so gut gefällt, schaut sie sich am Morgen auch noch die Tanzproben an. Und nun kann die kleine Raupe an nichts anderes mehr denken als an die wunderschöne Musik und die bezaubernden Tänze. Wie gerne würde auch sie sich graziös im Tanz bewegen....

 

Wie die Geschichte der kleinen Raupe weitergeht wird hier nicht verraten. Nur so viel: Bei diesem Theaterstück sitzen die Zuschauer nicht nur auf ihren Plätzen!

 

Zur Teilnahme an der Vorstellung ist keine Anmeldung erforderlich. Der Eintrittspreis beträgt 4,50€ pro Person, für LBV - Mitglieder 4,00€ )

 

 

Die Kleine Raupe Immertanz!
Die Kleine Raupe Immertanz!

Zur Uhubalz in den Steinbruch

Unsere größte heimische Eulenart: der Uhu - Foto Andreas Hartl
Unsere größte heimische Eulenart: der Uhu - Foto Andreas Hartl

 

 

Ein ganz besonderes Erlebnis für Eulen- und Naturfreunde bietet die Exkursion des Landesbund für Vogelschutz. Lauschen Sie mit uns, unter der fachkundigen Führung von Karl-Heinz Schindlatz , LBV-Kreisvorsitzender und Markus Schmidberger, LBV-Geschäftsstellenleiter den schaurig schönen Balzrufen unserer größten heimischen Eulenart. Das Chambtal mit seinen umliegenden Wäldern bietet dem Uhu noch Lebensraum um erfolgreich zu jagen und zu brüten. Neben dem akustischen Erlebnis gibt es natürlich auch noch viel Wissenswertes rund um Biologie und Volksglaube zu hören.

 

Treffpunkt zur Uhubalz-Exkursion ist am kommenden Samstag, den 27.01. um 17.00 Uhr an der Auffahrt zum Steinbruch Blauberg bei Raindorf. Der Unkostenbeitrag für Erwachsene beträgt 4 Euro, für Kinder 1 Euro, LBV - Mitglieder sind frei.

 

 

Mitmachen bei der LBV-Aktion „Stunde der Wintervögel“

Ein Familienerlebnis mit Forschungsergebnissen

 

Von Freitag 5. bis Sonntag 7. Januar 2018 ruft der Landesbund für Vogelschutz (LBV) zur Beteiligung an der "Stunde der Wintervögel" auf. Indem Naturfreunde einfach eine Stunde lang die Vögel vor ihrem Fenster zählen und den Naturschützern melden, erheben sie wichtige Daten zur Verbreitung der heimischen Vogelarten.

 

Die LBV-Kreisgruppe Cham würde sich über eine rege Beteiligung im Landkreis sehr freuen. Je mehr mitmachen, desto besser können auch regionale Entwicklungen bei uns in Ostbayern eingeschätzt werden.

 

Und so wird gezählt: Von jeder Vogelart wird die jeweils gleichzeitig beobachtete Höchstanzahl notiert, die im Laufe einer Stunde entdeckt werden kann. Die Beobachtungen können ganz einfach im Internet unter www.stunde-der-wintervoegel.de gemeldet werden. Auch per Post (Einsendeschluss ist der 15. Januar 2018) und Telefon (kostenlose Rufnummer am 6. und 7. Januar von 10 bis 18 Uhr: 0800-115-7-115) ist die Meldung möglich.

 

 

Der Dompfaff oder Gimpel ist nicht gefährdet. So einen ganzen Trupp kann man dennoch nicht alle Tage beobachten. - Foto: Dieter Renner
Der Dompfaff oder Gimpel ist nicht gefährdet. So einen ganzen Trupp kann man dennoch nicht alle Tage beobachten. - Foto: Dieter Renner

 

Weitere Informationen zur Stunde der Wintervögel sowie eine Zählanleitung, eine Zählhilfe und verschiedene Möglichkeiten, wie Sie Ihre Ergebnisse melden können, finden Sie auf der Homepage des LBV-Landesverbands. Klicken Sie hier!

Dort können Sie auch die Ergebnisse der Vorjahre einsehen. Sie finden auch eine Seite mit Steckbriefen der häufigsten Wintervögel.

 

 

 

 

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