Herzlich Willkommen bei der LBV Kreisgruppe Cham

(Foto: Mühlbauer A. und H.)
(Foto: Mühlbauer A. und H.)

Wir sind engagiert in allen Bereichen der Natur und der Umweltbildung

 

Die Kreisgruppe Cham des LBV setzt sich für den Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen ein. Wir wollen mit Sachverstand und Augenmaß den Naturschutz lokal voran bringen und dadurch ein Mit-und Nebeneinander von Mensch und Natur fördern- Verbunden mit ein breitgefächertes Angebot Umweltbildung.

 

 

Der Eisvogelsteig - ein Klettersteig im Fluss

Eisvogelsteig (Foto: LBV-Archiv)
Eisvogelsteig (Foto: LBV-Archiv)

 

Ein besonderes Highlight im LBV-Zentrum Mensch und Natur ist der Eisvogelsteig. Auf einem vorgegebenen Weg wandern Sie sicher im Fluss Chamb. Wie bei einem Klettersteig im Hochgebirge können Sie dem Verlauf des Eisvogelsteigs gefahrlos folgen.

Das LBV-Mitarbeiterteam rüstet Sie für diese abenteuerliche Unternehmung mit Wathose, Sicherungsgurt und Audioguide aus.

 

Wenn Sie sich einen noch genaueren Überblick über den EISVOGELSTEIG verschaffen möchten, schauen Sie sich doch diesen 2 1/2-minütigen Film auf der Internetseit YouTube an. Klicken Sie hier!

 

Öffnungszeiten des Eisvogelsteigs

April - September: Montag bis Freitag: 12.00 Uhr - 16.00 Uhr

Ab Mai auch an Sonn- und Feiertagen: 14.00 Uhr bis 16.30 Uhr

Während der bayerischen Schulferien: Montag bis Freitag: 9.00 Uhr - 16.00 Uhr

Gruppenbuchungen möglich!

 

 

 

LBV-Vortrag: Der Wolf kehrt zurück nach Bayern

Bald wieder in Bayern zu Hause: der Wolf - Foto: Marcus Bosch
Bald wieder in Bayern zu Hause: der Wolf - Foto: Marcus Bosch

 

Wolfsmanagement an Beispielen aus Bundesländern mit Wolfsvorkommen

 

In diesem Jahr wird es in Bayern wahrscheinlich zum ersten Mal seit der Ausrottung der Wölfe vor über 150 Jahren wieder Wolfsnachwuchs geben. Ein Wolfsrudel wird wieder Fuß fassen und dies mit sehr großer Sicherheit bei uns in der Oberpfalz .

 

Bayern ist auf diese Entwicklung bisher nur halbherzig vorbereitet. Eine Information der Bevölkerung, der Landwirte die Weidehaltung betreiben und der Jagd, gerade mit dem Hintergrund der Luchskonflikte, ist unabdingbar und zeitlich nicht mehr aufzuschieben.

 

Der Referent des Abends, Dr. Peter Blanché, Vorsitzender der Gesellschaft zum Schutz der Wölfe in Deutschland, wird über seine Erfahrungen und sein Wissen aus den Wolfsgebieten in den verschiedensten Bundesländern Deutschlands referieren und auf mögliche Probleme und entsprechende Lösungsansätze eingehen.

 

Eine Aufklärung im Vorfeld einer Wolfsbesiedelung soll verhindern, "dass das Kind in den Brunnen fällt", denn ein präventiver Schutz von Weidetieren ist besser als Pressemeldungen über gerissene tote Schafe oder andere Weidetiere. Und unter zeitlichem Druck politische Entscheidungen zu treffen, die zu einer fachlichen Lösung beitragen, wird möglicherweise der Problemstellung nicht gerecht.

 

Der LBV möchte mit dieser Veranstaltung Aufklärung betreiben und Märchenvorstellungen entkräften. Viele Erfahrungen aus den Wolfsgebieten mit daraus resultierenden pragmatischen und erprobten Lösungsansätzen zeigen, wie der Rückkehr der Wölfe eine so konfliktarme Chance wie nur möglich gegeben werden kann.

 

Agieren ist besser als reagieren - gute Information und ein Wissen über Lösungen sind aus der Sicht des LBV die wichtigsten Bausteine für ein konfliktarmes Nebeneinander von Mensch und Wolf.

 

Die LBV-Kreisgruppe Cham lädt alle LBV-Mitglieder und Naturfreunde sehr herzlich zu dieser Informationsveranstaltung über den Wolf ein, sowie besonders auch in Jagd und Landwirtschaft engagierte Personen und Vertreter von Kommunen und Behörden, die mit der Thematik befasst sind oder es bald sein werden.

 

Die Veranstaltung findet am nächsten Freitag, den 24. Februar um 19.30 Uhr im LBV-Zentrum Mensch und Natur in Nößwartling statt und ist kostenfrei.

 

 

Durchs wilde Kurdistan

Großer und kleiner Ararat - Foto: Dr. Willi Schneider
Großer und kleiner Ararat - Foto: Dr. Willi Schneider

 

Gleich neunmal reiste der Referent Dr. Willi Schneider in den Jahren 2008 bis 2014 in die hauptsächlich von Kurden bewohnten Gebiete der Türkei, des Iraks und des Irans. Dort widmete er sich gemeinsam mit seinem Sohn Christoph vor allem den Amphibien und den Reptilien dieses Lebensraumes. Die Ergebnisse dieser Exkursionen stellte er nun in einem Reisebericht der besonderen Art im LBV-Zentrum Mensch & Natur interessierten Zuhörern vor.

 

Ein Höhepunkt seiner Reisen war die Wiederentdeckung des Kurdischen Bergbachmolchs (Neurergus derjugini) im Irak, hundert Jahre nach der Erstbeschreibung durch den russischen Zoologen P. Nesterov.

Eine weitere Sensation gelang den beiden Herpetologen, als sie einen Waran fotografieren konnten, der sich als absolute Rarität herausstellte. Er wurde später unter anderem auf Grundlage dieser erstmaligen Fotobelege eines lebenden Tieres als neue Art Varanus nesterovi beschrieben.

 

Neben zahlreichen Aufnahmen von hochinteressanten Amphibien und Reptilien, Pflanzen und Vögeln konnten sich die zahlreichen Besucher auch an den wunderschönen Landschaftsaufnahmen von einsamen Flusstälern und Seen und von schneebedeckten Bergen erfreuen. Besonders beeindruckten die faszinierenden Aufnahmen des Berges Ararat.

 

Wenn Sie einen ausführlichen Bericht über diesen Reisebericht der besonderen Art lesen wollen, klicken Sie hier!

 

 

LBV-Exkursion und Vortrag zum Waldkauz, dem Vogel des Jahres 2017

Der Vogel des Jahres 2017: Der Waldkauz - Foto Rosl Rösner
Der Vogel des Jahres 2017: Der Waldkauz - Foto Rosl Rösner

 

Balz mit Krimi-Flair

 

Ein ganz besonderes Erlebnis für Eulen- und Vogelfreunde bietet eine Abendexkursion rund um den uralten Wallfahrtsort Heilbrünnl bei Roding. Die Eulenbalz hat jetzt begonnen und so können die Exkursionsteilnehmer die Eule vielleicht sogar sehen, hoffentlich aber hören. Die LBV-Kreisgruppe Cham bietet ein Naturerlebnis mit Krimi-Flair, denn der "Schuu-hu-huuuu!"- Rufe der Waldkäuze haben schon in vielen Filmen für eine geheimnisvolle Atmosphäre gesorgt.

 

Der Waldkauz ist unsere am häufigsten rufende Eule in der Abenddämmerung. In seinem Revier in alten Wäldern oder baumreichen Parks, wie sie am Heilbrünnl noch vorkommen, sucht er nach seiner Hauptnahrung Mäusen.

 

LBV-Infoabend Waldkauz mit Exkursion und Vortrag im Gasthaus am Heilbrünnl

 

Bei der Exkursion rund um das Heibrünnl wird ein typischer Eulenlebensraum vorgestellt. Im Anschluss an die kleine Nachtwanderung laden die Exkursionsleiter Heinz Schindlatz und Markus Schmidberger ins Wirtshaus am Heilbrünnl. Bei gemütlichem Zusammensitzen erfahren die Teilnehmer in einer kurzen Power-Point-Präsentation noch allerhand Wissenswertes über die kleine Eule.

 

Treffpunkt zur Exkursion mit Vortrag ist am Freitag, den 10.02. um 17.30 Uhr am unteren Heilbrünnlparklatz bei Mitterdorf nahe Roding.

Die LBV - Kreisgruppe Cham würde sich über eine rege Teilnahme sehr freuen, eine Anmeldung zu dieser Veranstaltung ist nicht erforderlich.

Der Unkostenbeitrag für Erwachsene beträgt 4 Euro, für Kinder 1 Euro, LBV - Mitglieder sind frei.

 

 

 

Der Schneefrosch auf dem Blaibacher See

Doch kein Schneefrosch, sondern einGrasfrosch - Foto: Dieter Renner
Doch kein Schneefrosch, sondern einGrasfrosch - Foto: Dieter Renner

Es ist natürlich kein Schneefrosch, sondern ein Grasfrosch. Dieser wurde heute, Montag, 30. Januar 2017, am letzten Tag der langen Frostperiode,  kurz vor Einbruch der Dunkelheit auf dem zugefrorenen Blaibacher See in Ufernähe entdeckt. Was der Frosch bei einer Temperatur von plus 0,5 Grad Celsius dort wollte, ist nicht ganz klar. Normalerweise erwachen diese Amphibien so Ende Februar, Anfang März aus ihrer Winterstarre und machen sich dann zu ihrem Laichgewässer auf. Außerdem ist der Blaibacher See mit Sicherheit kein geeignetes Laichgewässer für einen Grasfrosch. Da der kleine Kerl doch noch ziemlich lange hätte warten müssen, bis das Eis auf dem Blaibacher See geschmolzen ist, verbringt er nun auf Anraten unseres LBV-Geschäftsstellenleiters Markus Schmidberger die Zeit bis zur Froschwanderung in einem frostfreien, sehr kühlen Felsenkeller, von wo er sich dann zum geeigneten Zeitpunkt selbst auf den Weg machen kann.


Durchs wilde Kurdistan

Foto: Dr. Willi Schneider
Foto: Dr. Willi Schneider

 

 

Große Gegensätze bestimmen diese beeindruckende Landschaft zwischen östlicher Türkei, dem Iran und dem Irak. Gebirge, Ebenen, Wüsten und Hochebenen prägen das Landschaftsbild, dazu eine Bevölkerung, über die auf Grund der Lage in der Konfliktregion des mittleren Ostens nur sehr wenig bekannt ist.

 

Mehrere Reisen haben den Referent des Abends, Dr. Willi Schneider aus Rimbach mittlerweile in diese Regionen geführt, immer auf der Suche nach den hier heimischen Reptilien und Amphibien. So gelang es ihm sogar, eine außergewöhnlich attraktive Bergbachmolchart der Gattung Neurergus erstmals wieder seit der Erstbeschreibung vor über hundert Jahren zu entdecken!

 

Neben der Vorstellung der obengenannten Tierwelt zeigt der Referent auch die typischen Lebensräume und Biotope und stellt die hier spezifische Flora vor. Zu sehen ist dieser besondere Reisevortrag am Freitag, den 20.Januar im LBV-Zentrum Mensch und Natur in Nößwartling. Beginn ist um 19.30 Uhr.

 

Der Unkostenbeitrag beträgt für Erwachsene 4 €, für Kinder 1 €, LBV-Mitglieder sind frei.

 

Luchsmorde im Bermuda-Dreieck – ein Jahresrückblick

Foto: Markus Gläßel
Foto: Markus Gläßel

 

Das Thema Luchs sorgte auch im Jahr 2016 nicht nur im Landkreis Cham sondern auch weit darüber hinaus für Gesprächsstoff. Der Lokalreporter Stefan Weber fasste die Ereignisse in einem Jahresrückblick in der Mittelbayerischen Zeitung zusammen. Lesen Sie den Artikel hier nach!

 

 

Foto: PI Bad Kötzting
Foto: PI Bad Kötzting

Der Fund von vier abgetrennten Luchsbeinen in der Nähe einer Fotofalle im Lamer Winkel im Mai 2015 führte zunächst zu hitzigen Diskussionen zwischen Naturschützern und Jägern, die jede Beteiligung an der Tötung der beiden Luchse vehement von sich wiesen. Einen Artikel, in dem sich zwei Jäger aus dem Lamer Winkel gegen Anfeindungen aus verschiedenen Bevölkerungskreisen wegen eines Interviews im Bayerischen Fernsehen zur Wehr setzen, können Sie hier nachlesen. Interessant ist der Artikel schon deshalb, weil er die verqueren Gedankengänge mancher Jäger sehr deutlich macht.

 

 

Foto: Andreas Hartl
Foto: Andreas Hartl

 

Die Funde führten aber auch zu intensiven Ermittlungen durch Staatsanwaltschaft und Polizei.

 

Forensische Untersuchen belegten zwar eindeutig, dass es sich bei den beiden Luchsen um "Leo und Leonie" handelte, auch dass sie erschossen wurden, aber da alle Hinweise im Sande verliefen und es keine Spuren gab, die verfolgt werden konnten, schloss die Staatsanwaltschaft Regensburg die Untersuchungen im Laufe des Jahres 2016 förmlich ab.

 

Auch eine hohe Belohnung von 10.000€, die zur Ergreifung des Täters ausgesetzt wurde, führte nicht zum Ziel, sorgte allerdings wieder für Diskussionen über die ungewöhnliche Höhe der Belohnung.

Äußerst positive Nachrichten gab es dann im November des letzten Jahres. Unserem Kreisvorsitzenden Karlheinz Schindlatz gelangen bereits im Sommer Videoaufnahmen mit Hilfe einer Wildtierkamera, die eine Luchsmutter mit ihren beiden Jungen zeigt. Mit einer weiteren Aufnahmen aus dem Oktober konnte belegt werden, dass die Mutter und ihre beiden Jungtiere zumindest bis dahin überlebt hatten. Bei der LBV-Delegiertenversammlung Ende Oktober in Amberg wurden die Videofilme erstmalig der Öffentlichkeit präsentiert, später auch im Bayerischen Rundfunk gezeigt. Die beiden sehenswerten Videofilme können Sie sich hier noch einmal ansehen!

 

Eine spektakuläre Wende nahm der Fall dann Anfang Dezember. Ein Großaufgebot von Polizeibeamten aus Bad Kötzting und benachbarten Dienststellen, sowie der Kriminalpolizeiinspektion Regensburg führten auf Grund von anonymen Hinweisen in der Gemeinde Lohberg eine Hausdurchsuchung bei einem Jäger durch. Die Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Regensburg können Sie hier nachlesen!

 

 

 

Etwa zeitgleich wurde im ARD-Fernsehen und etwas später auch im BR eine aufsehenerregende Reportage der Redaktion Tiere und Natur ausgestrahlt: Tier im Visier - Hinterhalt im Luchsrevier! Die Sendung ging dem unerklärlichen Verschwinden ganzer Luchsfamilien und offensichtlichen Luchstötungen in Thüringen und im Bayerischen Wald im Jahr 2015 nach. Ein wesentlicher Teil der Sendung beschäftigte sich mit den Luchstötungen im Bermuda-Dreieck. Was dabei zu Tage trat, übersteigt sogar die schlimmsten Befürchtungen vieler Naturschützer und wirft nun wahrlich kein gutes Licht auf manche Jäger.

 

Die LBV-Kreisgruppe und natürlich auch die gesamten LBV-Gemeinschaft warten nun gespannt auf die Ergebnisse der staatsanwaltschaftlichen Untersuchungen. Noch wichtiger als nun endlich einen Täter zu überführen, wäre es aber, dass den illegalen Luchstötungen endgültig ein Ende bereitet wird.

 

 

Darum geht es: Ein gesicherter Lebensraum für ihn, den Luchs! Foto: Marcus Bosch
Darum geht es: Ein gesicherter Lebensraum für ihn, den Luchs! Foto: Marcus Bosch

Kein Happy End für die Entenküken

 

 

Die im Dezember des letzten Jahres von unserem LBV-Geschäftsführer Markus Schmidberger aus dem Nunstiger Weiher geretteten drei Stockentenküken schafften es leider nicht. Trotz Aufenthalt in einer der mollig warmen Igel-Boxen, Fütterung mit wirbellosen Tierchen aus einer Zoohandlung und intensiven Bemühungen der LBV-Mitarbeiter verendeten die Entenküken. Die für sie unnatürliche Jahreszeit ließ ihnen einfach keine Überlebenschance.

 

Genauere Informationen zur Entenkükenrettung und zum Versuch, sie am Leben zu erhalten, finden Sie in einem Bericht in der Mittelbayerischen Zeitung. Klicken Sie hier!

 

Auf der gleichen Seite finden Sie sogar ein Video über die Entenkükenrettung.

 

Darüber hinaus können Sie dem Bericht die positiven und negativen Seiten des Jahres 2016 aus der Sicht der LBV-Kreisgruppe entnehmen.

 

Auch eine Bildergalerie auf der gleichen Seite, die die naturschützerische Arbeit von LBV-Mitarbeitern und ehrenamtlichen Helfern in besonders beeindruckender Weise verdeutlicht, sollten Sie sich nicht entgehen lassen.

 

BR-Reportage bringt neue Erkenntnisse für die illegalen Luchstötungen im „Bermuda.Dreieck“

Foto: Henning Werth
Foto: Henning Werth

 

Eine aufsehenerregende Recherche gelang der Redaktion Tiere und Natur des Bayerischen Rundfunks und des MDR - Redaktion Angela Schmid vom BR und Ralf Fronz vom MDR. In der Sendung "Tier im Visier - Hinterhalt im Luchsrevier" wurde dem unerklärlichen Verschwinden ganzer Luchsfamilien und offensichtlichen Luchstötungen in Thüringen und im Bayerischen Wald im Jahr 2015 nachgegangen.

Insbesondere wurden die Fälle von am Straßenrand gefundenen Luchsen bei Schönberg und am Rande des Nationalparks Bayerischer Wald unter die Lupe genommen. Forensische Untersuchungen belegten eindeutig: Diese Tiere wurden keinesfalls Opfer des Straßenverkehrs, sondern sie wurden auf bestialische Weise umgebracht. Dasselbe gilt für eine mit drei Jungen trächtige Luchsin, die in der Nähe von Bodenmais mit Schrot erschossen wurde. Ein weiterer Luchs kam bei Rinchnach ums Leben, nachdem er von einem vergifteten Reh gefressen hatte

 

 

Ein wesentlicher Teil der 45-minütigen Sendung befasste sich mit den vier im Mai des vergangenen Jahres in der Nähe einer Fotofalle im Lamer Winkel provokativ abgelegten Luchspfoten. Die Autoren wiesen durch Mithilfe von Tier-Forensikern nach, dass die Pfoten eindeutig von den Luchsen Leo und Leonie stammten und belegten wiederum mit forensischen Untersuchungen, auf welch grausame Weise diesen beiden Luchse ums Leben kamen.

 

Die Autoren ließen aber in ihren Bemühungen, den Hintergründen der Luchsmorde auf die Spur zu kommen, nicht locker. Sie suchten einen Jagdanbieter im Lamer Winkel auf, gaben sich als Jäger aus und erkundigten sich nach einer Jagd auf Rehwild. Unverblümt wurde ihnen eine Jagd auf einen Luchs angeboten. Dieses Angebot schlugen die beiden Redakteure aber aus. Sie schickten dafür aber einen Profi, der Aufnahmen mit versteckter Kamera machte. Über den Jagdanbieter wurde ein Kontakt zu einem weiteren Jäger im Lamer Winkel hergestellt. Dieser erzählte, dass er schon mehrere Luchse erschossen habe, die er dann vergraben habe, schilderte auch wie er einen Luchs in einer eigens dafür konstruierten Falle gefangen habe und mit welchem Gift man am besten Luchse mit einem ausgelegten Rehköder umbringen könne.

 

Die Ergebnisse der Recherchen wurden der Staatsanwaltschaft Regensburg übermittelt, die nun die Ermittlungen wegen illegaler Luchstötungen aufnahm. Nun weiß man auch die Hintergründe für die Hausdurchsuchung im Lamer Winkel vor einer Woche.

 

 

 

 

Anfangsverdacht für die Luchsmorde im Lamer Winkel

Foto: Henning Werth
Foto: Henning Werth

 

 Im Zusammenhang mit der Tötung der beiden Ende Mai vergangenen Jahres im Lamer Winkel aufgefundenen Luchse gibt es einen Anfangsverdacht gegen eine Person. In einem Anwesen in Lohberg wurde auf Grund eines eingegangenen Hinweises aus der Bevölkerung eine Hausdurchsuchung veranlasst. Spuren wurden sichergestellt. Ob durch die anstehenden Untersuchungen der Anfangsverdacht erhärtet werden kann, steht noch nicht fest. Oberstaatsanwalt Dr. Markus Pfaller rechnet mit Ergebnissen nicht mehr in diesem Jahr.

 

Weitere Informationen zu diesem Anfangsverdacht finden Sie in einem Bericht der Mittelbayerischen Zeitung. Klicken Sie hier!

 

 

© Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.
zum Anfang
Ausgezeichnet!

Das LBV-Zentrum "Mensch & Natur" ist Träger des Qualitätssiegels Umweltbildung.Bayern

Kontakt

LBV-Zentrum Mensch und Natur

Nößwartling 12

93473 Arnschwang

Tel.: 09977/8227

E-mail: cham@lbv.de

Mitglied werden
LBV Naturshop
Bayernweiter Newsletter
LBV QUICKNAVIGATION