Gemeinsam Bayerns Natur schützen

Sie haben ein Tier gefunden - was tun?

Immer wieder werden verletzte, geschwächte oder scheinbar hilflose Wildtiere gefunden. Nicht jedes Tier braucht tatsächlich Hilfe – falsches Eingreifen kann sogar schaden. Bitte beachten Sie die folgenden Hinweise:

1. Ruhe bewahren und Situation einschätzen

  • Beobachten Sie das Tier zunächst aus sicherer Entfernung.

  • Viele Jungtiere (z. B. junge Vögel oder Rehkitze) wirken hilflos, sind aber nicht verlassen.

  • Greifen Sie nicht sofort ein, wenn keine akute Gefahr besteht.

2. Hilfe ist nötig, wenn:

  • das Tier sichtbar verletzt ist (z. B. Blutungen, hängender Flügel),

  • es von einer Katze oder einem Auto angegriffen wurde,

  • es apathisch wirkt oder sich nicht mehr bewegen kann,

  • unmittelbare Gefahr droht (durch Straßenverkehr, Hunde, Maschinen).

3. So sichern sie das Tier:

  • Fassen Sie Wildtiere nur an, wenn unbedingt nötig.

  • Nutzen Sie Handschuhe oder ein Tuch.

  • Setzen Sie das Tier in einen luftdurchlässigen Karton mit Luftlöchern und weicher Unterlage - dunkel, ruhig und warm..

  • Nicht füttern und nicht tränken! Falsche Nahrung kann lebensgefährlich sein.

4. Für fachkundige Hilfe wenden Sie sich an 

  • eine Wildtierauffangstation
  • einen vogelkundigen Tierarzt
    • Cham: Dr. Löffelmann, Meisenweg 12, 93413 Cham; Tel: 09971 86070
    • Miltach: Dr. Sinowatz, Bahnhofstraße 5, 93468 Miltach, Tel: 09944-306450
  • oder an die Geschäftsstelle der LBV-Kreisgruppe Cham: Tel: 09977 / 8227.
  • Außerhalb der Bürozeiten kann auch die Polizei oder die Feuerwehr weiterhelfen.

Wichtig: Wildtiere unterliegen dem Naturschutzrecht. Sie dürfen nicht dauerhaft aufgenommen oder gepflegt werden, wenn man dafür nicht geschult und berechtigt ist.

Jede gut gemeinte Hilfe sollte sich am Wohl des Tieres orientieren. Im Zweifel gilt: erst informieren, dann handeln.

Bei Fragen hierzu wenden Sie sich gerne an die LBV-Kreisgruppe Cham.

Fledermausschutz im Landkreis Cham

Die LBV-Kreisgruppe Cham setzt sich besonders für den Schutz von Fledermäusen ein.

Immer wieder werden diese streng geschützte Wildtiere geschwächt, verletzt oder scheinbar hilflos gefunden – etwa am Boden, an Hauswänden oder in Kellerräumen. Nicht jede Fledermaus braucht Hilfe, doch richtiges Verhalten ist entscheidend.

 

1. Ruhe bewahren und Fledermaus sichern

  • Fassen Sie Fledermäuse nicht mit bloßen Händen an (Bissgefahr). Nutzen Sie dicke Handschuhe oder ein Tuch.

  • Setzen Sie das Tier vorsichtig in einen kleinen Karton mit Luftlöchern. Legen Sie ein Tuch hinein, damit sich die Fledermaus festhalten kann.

  • Dunkel, ruhig und kühl unterbringen. Nicht füttern und nicht tränken!

2. Wann braucht eine Fledermaus Hilfe?

Hilfe ist nötig, wenn die Fledermaus:

  • tagsüber offen am Boden liegt,

  • sichtbar verletzt ist,

  • von einer Katze gefangen wurde,

  • nicht mehr wegfliegt oder sehr geschwächt wirkt.

 


3. Fachkundige Hilfe holen

 Im Landkreis Cham gibt es mehrere ausgebildete Fledermausberaterinnen und -berater, die in solchen Fällen weiterhelfen können.

 

Eine aktuelle Liste aller Fledermausberaterinnen und -berater finden Sie bei der Koordinationsstelle für Fledermausschutz in Bayern. Dort sind die zuständigen Ansprechpartner nach Region aufgelistet.

Name FledermausberaterIn Gebiet Kontaktdaten
Markus Schmidberger Lkr Cham Handy: 0175 667 2860
Marco Böhm Furth im Wald Handy: 01520 245 0909
Laura und Sebastian Steiner Cham  
Elfriede Kellnhofer Furth im Wald  
Michael Bauer Furth im Wald  

Allgemeine, bayernweite Informationen des LBV zu gefundenen Wildtieren

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