Wir schützen Lebensräume im Landkreis Cham

Ein Schwerpunkt der Naturschutzarbeit der LBV-Kreisgruppe Cham ist die Sicherung von naturschutzfachlich wertvollen Flächen durch Ankauf und Pacht. Diese Biotope bilden oftmals das Rückgrat für viele Pflanzen- und Tierarten zum Überleben in unserer Landschaft.

 

Die Kreisgruppe besitzt Flächen verstreut über den Landkreis.

 

Einige kleine fielen im Zuge der Flurbereinigung dem LBV zu, andere wurden durch Spenden erworben und werden nun von Ehrenamtlern betreut. Hier bieten wir Ihnen einen kurzen Einblick in vierzehn naturschutzfachlich bedeutende Gebiete.

 

Sie werden sehen, dass jedes anders ist. Dadurch schützen wir eine Vielfalt an Lebensräumen mit ihren Bewohnern.

Fotos: Dieter Renner, Dr. Angelika Nelson, Markus Schmidberger, Dr. Gisela Merkel-Wallner

Regentalaue

Das Natura 2000 Gebiet "Regental zwischen Cham und Pösing" mit seinem Mosaik aus Weihern, extensiv genutzten Feuchtwiesen, Fließgewässern, Altwässern und Verlandungszonen gehört zu den wichtigsten und artenreichsten Rückzugsgebieten für seltene und gefährdete Tiere und Pflanzen in Bayern.

Anger- und Lettenweiher

Die beiden Weiher im Naturschutzgebiet Regentalaue mit der rund 300 Jahre alten Eichenallee und dem ehemaligen Schlosspark sind für viele seltene

Arten ein wichtiges Rückzugsgebiet. Hier können Sie noch Moorfrosch, Zungenhahnenfuß oder verschiedene

Fledermaus- und Wasservogelarten entdecken.

Eichenallee

Entlang des Anger- und Lettenweihers wurden schon vor hunderten Jahren Eichen gepflanzt. Diese Eichenallee ist ein Naturdenkmal. Sie bietet Lebensraum für viele Singvögel und auch Fledrmäuse


Drahtinsel

Die 5 ha große Drahtinsel mit ihren beispielhaften Lebensräumen (u.a. Talaue, Auwald, Hochstaudenflur und Feuchtwiesen) grenzt direkt an unser Umweltbildungs-Zentrum Mensch und Natur an. Auf einem ca. 1-km langen Rundweg gibt es viele Möglichkeiten zur Naturentdeckung. 

Waldwiesen und Trockenhänge bei Lixenried

Zwei unterschiedliche  Wiesenlebensräume mit einer Gemeinsamkeit: Sie sind Heimat für mehrere Arten von bedrohten Orchideen. Extensiv bewirtschaftete Trockenhänge  gehören zu unseren bedrohtesten Biotoptypen. Die Waldwiese bietet eine Heimat für Schwarzspecht und Waldhyazinthe.

Auwald bei Eschlkam

Dieser Auwald bietet neben einem botanischen Highlight auch Lebensraum für Biber und Fischotter. Im Frühling erblüht er weiß mit dem letzten großen Vorkommen der Frühlingsknotenblume,

auch Märzenbecher genannt.


Chambtal

Im Chambtal besitzt der LBV viele unterschiedliche Flächen, darunter den ca. 10 ha großen LBV-See mit zwei Inseln, eine Niedermoorwiese zwischen Walting und Raindorf und kleine Ausgleichsflächen

der „Flurbereinigung“.

Schmaderer Weiher

Dieser Weiher-Komplex mit zwei großen und vier kleinen Teichen und einer Gesamtfläche von 6,2 ha wurde durch Unterstützung der Unteren Naturschutzbehörde im Hinblick auf die Artenvielfalt optimiert: Ufer wurden abgeflacht, Inseln neu geschaffen, unterschiedliche Tiefenzonierungen angelegt und eine Quelle renaturiert.

Tannenwiesen am Buchbach

Diese ca. 1,9 ha große Fläche liegt westlich von Schönthal am Buchbach, dessen Unterlauf hier vor der Mündung in die Schwarzach auch Tannenbach genannt wird. Das Grundstück wird allmählich renaturiert: standortfremde Fichten wurden entfernt. Der Bachlauf wurde

gestaltet und steht kurz vor der Flutung. Das Gebiet soll sich auf natürliche

Weise in einen Auwald umwandeln.


Fledermauswinterquartier auf dem Schwarzeck

Seit 2006 ist der LBV Pächter eines ehemaligen Bergwerks im Gipfelbereich des Schwarzecks. Die ehemaligen Schachtanlagen dienen Fledermäusen als Winterquartier.

Karlacker bei Arnschwang

Der Acker, auf dem bis 2015 Mais angebaut wurde, konnte von der Kreisgruppe Cham angepachtet werden. Er wird seither als extensiver Acker bewirtschaftet und soll neuen Lebensraum für verschiedene Insekten und Vögel wie z.B. den Stieglitz bieten.

Teufelsmauer

Bei Ried am Pfahl besitzt der LBV eine nur wenige hundert m² große Fläche. Trotz ihrer geringen Größe ist auch sie ein Hotspot der Artenvielfalt. Vor allem das Vorkommen des Kammmolches, einer europaweit bedrohten Molchart, ist hier zu nennen.


Gstettenwiesen bei Roding

Entlang eines ehemaligen Altarms des Regens hat sich ein vielgestaltiger Lebensraum entwickelt. Hier finden sich niedermoorartige Bereiche mit Torfmoosen und Sumpfdrachenwurz sowie seggenreiche Feuchtwiesen, die für den Rodinger Weißstorch optimiert wurden.

Sandgrube Schönferchen

Die ehemalige Sandgrube bei Schönferchen ist vor allem für Amphibien von Bedeutung. Laubfrosch und Knoblauchkröte sind dabei die herausragendsten Arten.

Markbachaue bei Tiefenbach

Die rund 7 ha große Fläche dient unter anderem dem Schutz der Flussperlmuschel. Extensive Nutzung der

Auwiesen durch Heckrinder sorgt für einen Strukturreichtum an artenreichen Feuchtwiesen, in denen sich Neuntöter und Rohrammer wohlfühlen.