Gemeinsam Bayerns Natur schützen

Das Letten- und Angerweihergebiet im Naturschutzgebiet Regentalaue

Das über 30 ha große Gebiet gehörte zu den Initialflächen für die Unterschutzstellung der Regentalaue zwischen Pösing und Michelsdorf westlich von Cham. Die beiden Wasserflächen, die rund 300 Jahre alte Eichenallee und der ehemalige Schlosspark sind für viele seltene Arten ein wichtiges Rückzugsgebiet, z.B. für den Moorfrosch, den Zungenhahnenfuß, das Blaukehlchen oder die Breitflügelfledermaus.

Die beiden Fischweiher sind wichtige Brut- und Rastplätze für verschiedene Vogelarten.

Seit dem Frühjahr 2021 gibt es zwischen Letten- und Angerweiher eine Beobachtungsplattform. Nach insgesamt 4 Jahren Planung, Genehmigungsverfahren und Bauzeit konnte die Beobachtungsplattform im Beisein der beiden ausführenden Firmen im Mai 2021 offiziell eröffnet werden.

Das besondere daran: sowohl die Firma Gruber Holzhaus GmbH aus Bernried / Roding als auch die Firma Rädlinger aus Windischbergerdorf haben Material und Arbeitsleistung gespendet. - Ein großes Dankeschön an beide Firmen!

Die Planung der Plattform wurde im Rahmen eines Lehrlingsprojektes von der Lehrwerkstatt der Firma Gruber konzipiert. Ausbildungsleiter Stefan Bauer hat in einigen Vor-Ort-Terminen an den Weihern die technische Durchführbarkeit überprüft. Dann wurde die Plattform als Bausatz in der Lehrwerkstatt gefertigt und bis zur abschließenden Genehmigung der Baumaßnahme bei der Firma Gruber eingelagert. 

Im November 2020 sollte mit dem Bau der Fundamente begonnen werden. Dazu fragte der LBV bei der Firma Rädlinger nach Reststücken von großen KG-Rohren zur Erstellung der Punktfundamente. Nach Schilderung des geplanten Projektes schloss sich die Firma Rädlinger unter Federführung der Mitarbeiter Michael Eisenreich und Markus Heigl dem Sponsoring an und übernahm ebenfalls mit Lehrlingen die Ausführung der Fundamentarbeiten. 

Mit neuer Beschilderung zu Flora, Fauna und der Historie des Gebietes präsentiert sich nun allen Naturbegeisterten eine äußerst zweckmäßige Beobachtungsplattform mit rollstuhlgerechtem Zugang.

Fotos: Angelika Nelson