Fledermausquartierbetreuer im Landkreis Cham

Seit dem Sommer 2020 gibt es im Landkreis Cham fünf Fledermausberater*innen. Sie wurden im Auftrag der Koordinationsstelle für Fledermausschutz in Nordbayern durch Markus Schmidberger für den Landkreis Cham ausgebildet. 

 

Seit 1985 betreut die LBV-Kreisgruppe Cham die Erfassung von Fledermäusen im Landkreis Cham und leitet die gewonnenen Daten an die Regierung/Umweltministerium weiter. Mittlerweilen verteilen sich über den Landkreis Cham rund 400 bekannte Fledermausquartiere und ebenso viele Meldungen von verletzten Tieren oder Einzelfunden ohne Quartierzuordnung. Fledermausberater sollen diese Quartiere betreuen und Neumeldungen bearbeiten.

 

Die neuen Fledermausquartierbetreuer sind Laura Steiner, Cham; Sebastian Steiner, Cham; Elfriede Kellnhofer, Furth im Wald; Michael Bauer, Furth im Wald und Laura Wollschläger vom Naturpark Oberer Bayerischer Wald.

Das Team der Fledermausquartierbetreuer wird von der LBV-Geschäftsstelle koordiniert. Das LBV-Zentrum Mensch und Natur unterstützt die Fledermausquartierbetreuer bei ihren Einsätzen und hier laufen die Daten, die durch die neuen Mitarbeiter gewonnen werden, zusammen. Die einzelnen Betreuer sind jede*r für ca. 7 Kommunen zuständig, in denen sie private Fledermausquartiere managen.

Die Aufgaben der Fledermausberater sind vielfältig:

  • Bildungs- und Vermittlungsarbeit,
  • Artenkenntnis - wissen Sie wie viele Fledermausarten im Landkreis Cham beobachtet werden können?
  • Kartierung von Quartieren,
  • Begehung von Winterquartieren,
  • Ausflugszählungen von Sommerquartieren,
  • Fang von Fledermäusen zur wissenschaftlichen Untersuchung,
  • Pflege von verletzten Tieren.

Fledermausschutz bedeutet vor allem nachts einsatzbereit zu sein und die „Fledermausmelder“ oder Quartierbesitzer zu überzeugen, dass hier eine bedrohte Tiergruppe Schutz braucht und auf Verständnis angewiesen ist. Kein leichtes Brot, da Fledermäuse sehr oft mit negativen Vorstellungen in Verbindung gebracht werden.