IMS - Integriertes Monitoring von Singvogelpopulationen

Beim Integrierten Monitoring von Singvogelpopulationen (IMS) werden mittels des sogenannten Fang-Wiederfang-Methode die Entwicklung von Vogelbeständen sowie ihre Fortpflanzungs- und Überlebensraten ermittelt. Es ist ein gemeinsames Projekt der drei deutschen Vogelwarten Helgoland, Hiddensee und Radolfzell und des Dachverbandes Deutscher Avifaunisten (DDA). Seit 1999 wird es bundesweit durchgeführt. Gefangen wird von Anfang Mai bis Ende August an insgesamt 12 Tagen, je dreimal pro Monat. Zwischen den Fangtagen liegen mindestens fünf Tage Zeitabstand.

 

An jedem Fangtag werden ab Sonnenaufgang alle halben Stunden die Netze kontrolliert. Bei jedem Kontrollgang werden alle Vögel aus den Netzen entnommen, um die Art, das Alter sowie das Geschlecht und besondere Merkmale, wie Brutfleck oder Mauser zu bestimmen. Die Vögel werden beringt, gewogen und die Flügellänge vermessen, bevor sie unbeschadet wieder freigelassen werden.

 

 

Auf Grund der einheitlichen Methode können die daraus gewonnenen Daten bundesweit verglichen und Brutgemeinschaften für verschiedene Lebensräume sowie regionale Unterschiede ermittelt werden.