Weniger Mehlschwalben und Mauersegler über Bayern: Zahl der Vögel pro Garten nimmt von Jahr zu Jahr ab – Naturnahe Gärten als Hoffnungsschimmer
Bei der diesjährigen „Stunde der Gartenvögel“ meldeten die Teilnehmenden erneut sehr wenige Vögel pro Garten: fast zehn Vögel weniger als noch vor zehn Jahren. Besonders Insektenjäger wie
Mauersegler und Mehlschwalben wurden heuer in geringer Zahl gemeldet, obwohl das Wetter am Zählwochenende vielerorts warm und trocken war. Das bereitet uns Sorge. Der Rückgang der Fluginsekten
macht sich offenbar immer stärker bemerkbar. Trotz der besorgniserregenden Entwicklung bei einigen Arten im Siedlungsraum sieht der LBV auch Hoffnungsschimmer – besonders dort, wo Menschen ihre
Gärten oder Balkone naturnah gestalten. Insgesamt haben sich 10.774 Menschen aus 7.355 Gärten in Bayern an der großen Vogelzählaktion „Stunde der der Gartenvögel“ beteiligt. Sie zählten dabei
rund 190.000 Vögel. Alle Ergebnisse sind einsehbar unter sdg.lbv.de. -
Im Landkreis Cham wurden von den mehr als 100 Teilnehmenden im Schnitt 28 Vögel pro Garten gemeldet, zwei Vögel mehr als im bayernweiten Durchschnitt. Vor allem
Mehl- und Rauchschwalben fliegen hier zahlreich, es wurden sehr viele Goldammern gemeldet, die vermutlich am Gesang erkannt wurden. Bei den Vogelstimmen helfen oft KI-gesteuerte Apps, wie z.B.
Merlin von der Cornell Universität in den USA. Als Besonderheiten wurden Tannenhäher, Bergfink, Schwarzstorch und Schwanzmeisen beobachtet.
Foto: Zdenek Tunka, LBV-Bildarchiv