Wiesenbrüter im Chambtal

Foto: Bosch Christoph_LBV Bildarchiv

"Ki-wi", "kuri li", und ein nicht enden wollender trällernder Gesang hoch vom Himmel ertönen über die Wiesen und Felder ... so war es vor Jahren, doch heute ist es still geworden im Chambtal. Kiebitz, Grosser Brachvogel und mittlerweile auch die Feldlerche ziehen immer seltener ihre Jungen auf den Wiesen und Äckern auf.

Horstbetreuung Weißstorch

Foto: Schoenecker Hans _LBV Bildarchiv

Die Bestandszunahme des Weißstorches in den letzten Jahren ist ein großer Erfolg im Artenschutz. Der LBV war maßgeblich mit seinem Artenhilfsprogramm daran beteiligt. Auch wir betreuen einige Horst der majestetisch wirkenden Vögel im Landkreis, so z.B. in Miltach. Diesem Storchenpaar können sie sogar auf Facebook folgen.

Tierweiden für den Wiedehopf

Foto: Angelika Nelson, Bosch Marcus_LBV Bildarchiv

Als wärmeliebende Art breitet sich der Wiedehopf mit dem kligenden lateinsichen Namen Upupa epops nach Norden aus. Zu beobachten ist er in trockenen, nicht zu dicht baumbestandenen Gebieten mit nur kurzer oder überhaupt spärlicher Vegetation - wie man sie oft auf einer Tierweide findet.


Wiesenbrüterkartierung 2021

Karte: Wiesenbrüterkulisse 2021, LfU

Alle 6-8 Jahre werden bayernweit Daten zum Bestand  wiesenbrütender Vogelarten erfasst. Für 2021 hat das bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) – Staatliche Vogelschutzwarte Bayern dem Landesbund für Vogelschutz (LBV) den Auftrag erteilt, diese Erfassung zu koordinieren. Bis zu 1000 Wiesenbrütergebiete werden dabei von Ehrenamtlichen erfasst. Wenn Sie einen Kiebitz oder eine Feldlerche auf einem Nest entdecken, melden Sie uns bitte die Beobachtung.

Vogelberingung (IMS)

Foto: Markus Schmidberger

Um festzustellen ob sich der Bestand lokaler Singvogelpopulationen über die Jahre verändert, werden deutschlandweit, im Rahmen des Projektes Integriertes Monitoring von Singvogelpopulationen (IMS) regelmäßig Brutvögel gefangen und beringt. Auch auf der Drahtinsel werden jeden Sommer Vögel in netzen gefanfen. Dadurch gewinnen wir Informationen zur  Fortpflanzungs- und Überlebensrate der Vögel und der Entwicklung des Vogelbestandes.

Schwalbenhaus Untertraubenbach

Foto: Fuenfstueck Hans-Joachim _LBV Bildarchiv

In Untertraubenbach im Landkreis Cham stand ein altes Haus, an dessen Mauern viele Schwalben gebrütet haben. Das Haus musste weg – und mit ihnen die Schwalbennestern. Der LBV kam zur Rettung und baute künstliche Schwalbennester an einer extra aufgestellten Hauswand.

Ein tolles Beispiel wie wir Gebäudebrütern helfen können.


Vogel des Jahres

Seit 1971 küren LBV und NABU jährlich den „Vogel des Jahres“. Auswahlkriterium ist die Gefährdung der Art oder ihres Lebensraums. Vorträge, Exkursionen und Ausstellungen begleiten ein Jahr lang die Schutzmaßnahmen für den Vogel des Jahres.

Im Jahr 2021 ist das anders ...

Stadt Natur

In Städten und Siedlungen kann man erstaunlich viele Vogelarten beobachten. Manche von ihnen haben ursprünglich an Fels- oder Lehmwänden gebrütet und sich dann auf Gebäude umgestellt. Manche so sehr, dass sie ohne Gebäude nicht mehr brüten können. Ihnen wollen wir auch in der Zukunft noch sichere Brutplätze bieten. Beim Projekt "Der Spatz als Botschafter der Stadtnatur" können auch Sie mithelfen.

Tipp: Einen interessanten Artikel zum Thema Wie gut leben Vögel in der Siedlung? finden Sie auch in unserem Vogelschutz Magazin (2/17).